Fehlende Selbstliebe und der schmerzvolle Kampf um Fremdliebe.

Ja klar, als aufopferndes empathisches Wesen wünschen wir uns eine liebevolle Umarmung. Ein herzlich gemeintes Danke. Stattdessen bekommen wir einen Arschtritt nach dem anderen.

Kein Danke. Keine Umarmung. Keine Wertschätzung. Lediglich eine Abschätzung. Und so wurschteln wir unermüdlich weiter, völlig co-abhängig von der vermeintlichen Liebe im Außen. Hoffend, dass sie uns endlich wahrnimmt. Annimmt. Einnimmt. Erfüllt.

Je mehr wir um FremdLiebe ringen,
umso größer wird die Leere.

Die Balance verliert den Faden. Unter unseren Füßen nichts als nichts. Vor dem Aufprall gibt‘ s noch einen letzten Arschtritt. Das Maß ist voll. Das Fass ohne Boden bleibt gähnend leer. Der Arschtritt in die Selbstliebe gibt uns den letzten Rest.

Und dann wachen wir endlich auf.

Bei mir war es so. Als nichts mehr ging. Als ich kurz davor war, mich aufzugeben, weil der Kampf so schrecklich sinnlos schien. Gegen Windmühlen wie Don Quichotte. Da plötzlich wurde mir klar:

Wenn ich mich nicht SELBST LIEBE,
tut es vermutlich keiner.

Das lieblose, manipulierende Außen war der Spiegel meines Inneren. Ich liebte mich selbst nicht. Wieso sollten es andere tun?! Ich tat Dinge, um geliebt zu werden. Scheinbar aufopfernd forderte ich den Tribut und klotzte in ein verzerrtes Spiegelbild voll Hass und Ablehnung.

Ich rang um Anerkennung, anerkennte mich aber selbst nicht. Weder meinen Wert. Noch meine Bedürfnisse. Ich wollte Liebe, die ich mir selbst nicht zugestand.

Zuerst die Arbeit, dann der Spaß.
Zuerst die Aufopferung, dann die Liebe?

Narzisst:innen können sich und andere nicht lieben. Sie wissen gar nicht wie das geht.
Vielleicht wollen sie lieben, aber sie können es einfach nicht. Und urplötzlich begriff ich:

Wer nicht liebt, hasst sich selbst

Ich war mir meine Selbstliebe nicht wert. Aber ich wollte nicht so bleiben wie ich war. Ich sehnte mich nach der Liebe wie ein Ertrinkender nach dem Land.

Wir können das Außen nicht ändern. Es ist ein Spiegel unseres Dramas in uns. Wenn ich also geliebt sein wollte, dann musste ich lernen, wie Selbstliebe funktioniert, um das Außen zu ändern. Um mich vom Akrakadrama zu befreien.

Und siehe da: es wurde Licht. „Am Ende wird es noch einmal so richtig schlimm“, gab mir eine Dame vom Jugendamt mit auf den Weg bevor sie mir den Dolch in den Rücken stieß.

Ich habe meine Lektion gelernt. Der Arschtritt zur Selbstliebe war wirkungsvoll und erlösend. Jetzt hab‘ ich es kapiert. Verstanden wie das mit der Selbstliebe funktioniert.

Bevor ich anderen die Sauerstoffmaske aufsetze,
kümmere ich mich zuallererst um meine eigene Luft

Ich atme tief und frei ein. Ich liebe mich wie ich meinen nächsten Lieben möchte. Das Außen ändere ich nur durch mein Innen.

Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich.

Das Universum steht hinter mir.

Ich vertraue dem Leben.

Danke für den Arschtritt in die Selbstliebe! Danke für jedes narzisstisch masochistische Arschloch in meinem Leben. Ihr habt Euren Job echt gut gemacht. Merci beaucoup.

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1 Kommentar

Evi · 11. August 2021 um 6:52

Sehr schön geschrieben. Genauso ist es. Sich selbst zu lieben, ist für mich ein schmerzhafte Prozess geworden. Schmerzhaft, weil ich die Wahrheit sehen muss. Und es braucht verdammt viel Kraft und Mut loszulassen. Alte Muster und Verbindungen erkennen, annehmen und akzeptieren und loslassen.

Mein Fazit. Es lohnt sich. Es lohnt sich, sich selbst zu lieben und durch den schmerzhafte Prozess zu gehen. Ich möchte nicht mehr in eine Lüge leben.

ch liebe das Leben und das Leben liebt mich und es ist schön! 🙂

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