An alle Mütter zum Muttertag, denen das Rechtssystem in Deutschland und Österreich ihre Kinder weggenommen hat aus mangelnder Kenntnis über malignen Narzissmus und psychische Gewalt

Liebe liebende Mutter,
ich kenne Deinen Schmerz und weiß, wie sich dieser Irrsinn von Gaslighting und Isolation über Jahre anfühlt. Dieses Nie-genug-Sein, egal wie sehr Du Dich auch anstrengst, zu entsprechen. Nichts, was Du in Liebe getan hast, war jeweils genug. Im Gegenteil. Du musstest den permanenten Vorwurf ertragen, alles falsch zu machen. Nie richtig zu sein. Auch heute am Muttertag.

Du hast für Deine Kinder versucht, verständliche Absprachen zu treffen, aber sie wurden selten eingehalten und wenn, niemals so, wie vereinbart. Du warst in einem ständigen Spannungsfeld und hast versucht, dass Deine Kinder beschützt sind und möglichst wenig von all dem Terror mitbekommen.

Du bist an die Grenzen Deiner eigenen
Leidensfähigkeit gegangen

Du hast für die Liebe und ein friedliches Zuhause für Dich und Deine Kinder gekämpft. Du hast Liebe gegeben, doch der Vater Deiner Kinder erwiderte sie nicht. Du hast diese Lieblosigkeit mit Deinem herzlichen Lachen und Deiner Fröhlichkeit für Deine Kinder überspielt. Viel zu lange. Du hast bis zum Umfallen gearbeitet. Auf Deine Bedürfnisse verzichtest Du unentwegt, damit es wenigstens den Kindern gut geht und sie den Hass des Vaters nicht so hart zu spüren bekommen wie Du.

Seelische und körperliche Verletzungen
hast Du geheim gehalten

Aus Scham und weil Deine Kinder nicht wissen sollten, wer ihr Vater in Wirklichkeit ist. Du bist in der Beziehung zum Vater Deiner Kinder durch die Hölle gegangen bis es einfach nicht mehr ging.

Vielleicht haben auch schon Deine Kinder festgestellt, dass irgendetwas so gar nicht stimmt. Dass ihr Vater Dich immer wieder anbrüllt und demütigt, indem er Dich vor den Kindern abwertet und beschimpft. Ständig wurde wegen nichts gestritten. Du bist nichts wert. Das wurde Dir Jahre lang eingetrichtert und die Kinder fangen an, es zu glauben. Oder sie können nicht verstehen, wie Du Dir das alles gefallen hast lassen. Vielleicht machen sie es Dir bereits nach…

Die Mutter, die sie durch Dich liebevoll jeden Tag
erleben, entspricht nicht dem hasserfüllten Bild,
das der Vater ihnen versucht, einzureden

Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo Du kapitulierst. Es kommt einem vor, wie eine Flucht. Und für Dich ist es das auch. Du hast den aller letzten Rest Deiner Selbstachtung zusammen gekratzt und gehst. Damit Du und auch Deine Kinder lernen, STOPP zu sagen. Damit Deine Kinder begreifen, wie ihr Vater Dich behandelt, ist KEINE Liebe.

Du willst, dass Deine Kinder gelebte Liebe lernen. Das ist mit ihrem Vater unmöglich und Du hast keine Kraft mehr, so zu tun als ob. Deshalb gehst Du. Und Du möchtest Deine Kinder mitnehmen. Sie beschützen, denn Du weißt, was geschieht, wenn sie beim Vater bleiben. Sie werden weiter manipuliert und Du wirst verteufelt. Weil Du die Familie kaputt gemacht hast. Weil Du unpraktisch für den Vater geworden bist. Weil Du nicht mehr funktionierst bei all der Lieblosigkeit und seelischen Brutalität.

Du musstest gehen, um auch für
Deine Kinder weiter leben zu können

Um für sie und Dich in Deine Kraft zu kommen. Du weißt, dass jetzt ein gnadenloser Kampf um die Kinder beginnt. Eigentlich wollte der Vater die Kinder nie. Aber jetzt sind sie für ihn eine grandiose Waffe gegen Dich.

Der Vater weiß, wie sehr Du Deine Kinder liebst und dass Du für sie alles tun würdest. Er fängt an, sie gegen Dich zu instrumentalisieren. Er bestraft Dich, indem er ihnen Dich – ihre Mutter – wo er nur kann schlecht redet. Du bist eine Lügnerin. Du bist eine Diebin. Du hast die Kinder nie geliebt. Selbstverantwortlich gehst Du jetzt einfach Deinen Weg. Du gnadenlose Egoistin. Wie kannst Du auch nur wagen, selbst leben zu wollen und eigene Bedürfnisse zu haben.

Hilfesuchend wendest Du Dich an den Staat. Du denkst, dass man Dich am Jugendamt versteht. Du bittest das Gericht, Dir und Deinen Kindern zu helfen. Wenn schon nicht Dich, dann wenigstens Deine Kinder zu beschützen und eine gute Entscheidung zum Wohl der Kinder zu treffen.

Aber das Gericht versteht Dich nicht. Versteht die gefährliche Situation nicht. Das Gericht denkt, Du erzählst Lügengeschichten und möchtest den Vater schlecht reden.

Das Gericht sieht den langen Weg nicht, den Du
für Deine Kinder auf Dich genommen hast

Das Gericht sieht eine kämpfende Mutter und einen souveränen Vater, der Dir kalt und überheblich gegenüber gesetzt wird. Der Dich mit jeder Mimik in seinem Gesicht an den Rand des Wahnsinns treibt. Du kämpfst gegen die Flashbacks an. Gegen die Angst und den Schmerz. Für Deine Kinder.

Die Gerichte fragen nicht nach. Den Gerichten ist Dein Verfahren unangenehm. Sie kennen sich nicht aus mit psychischer Gewalt, die sie nicht sehen (wollen) und malignem Narzissmus. Deshalb beauftragen sie einen Gutachter, der das Gericht in dieser mühseligen Angelegenheit beraten soll. Doch der kennt sich meistens selbst nicht aus.

Das Gericht ermahnt Dich als intelligente Frau, Dich mit dem Vater zum Wohl der Kinder zu einigen. Du weißt, dass genau das unmöglich ist, weil es schon all die Jahre in Eurer Beziehung auf Elternebene nie funktioniert hat.

Das Gericht lässt die Zeit verstreichen –
es vergißt das Wohl Deiner Kinder und Dich

Du bist ihnen lästig. Du bist ein schwieriger Fall. Hochstrittige Eltern und ganz offensichtlich fehlt Dir die Bindungstoleranz.

Nach dem sie Dich und Deine Kinder Jahre lang in der Luft hängen haben lassen, beschließen sie: Der Verbleib der Kinder beim Vater entspricht dem Kindswohl am besten. Außerdem beziehen sie sich auf ein Kontinuitätsprinzip, das sie selbst verursacht haben. Hauptsache der Fall verlässt endlich ihren Schreibtisch. Noch vorm Muttertag. So ging es auch mir.

Heute ist Muttertag. Feiere diesen Tag für Dich. Du hast alles gegeben. Du hast um Deine Kinder und die Liebe gekämpft. Du bist eine gute Mutter. Auch, wenn Deine Kinder vielleicht heute nicht bei Dir sind oder sein dürfen. Du bist ihre Mutter. DU BIST MUTTER.

Alles Liebe zum Muttertag von einer Mutter,
der es geht wie Dir – Regina Schrott

Andere hilfreiche Beiträge zum Thema von Regina Schrott finden Sie u.a. hier:

Loslassen und vertrauen

Das (deutsche) Rechtssystem und der Narzissmus

Kategorien: Narzissmus

5 Kommentare

Stefanie Gaschina · 2. Juni 2021 um 9:20

Da fällt in mir in der Bauchgegend alles zusammen und in der Seelengegend flammt ein stechender Schmerz auf, wenn ich das lese.
Ich dachte wirklich Dir ginge es etwas anders. Aber es ist unsagbar die gleiche geballte Brutalität. Am aller schlimmsten finde ich die Passage, dass das Kind selbst den Wunsch klar sagt und dann absolut übergangen wird. Das glaubt keiner in Deutschland, wenn er es nicht selbst erlebt hat. Mit diesem Unglauben werde ich so oft konfrontiert.
Wie halten wir alle – betroffene Mütter und Väter- das nur aus? Was wir leisten…! Und die Kinder erst!
Deshalb ist diese Arbeit so toll und wichtig die Ihr da macht. Ich würde auch gerne etwas aktives aus meiner Geschichte machen, aufklären um etwas zu verändern. Aber ich bin wohl noch nicht so weit. Ich kann nicht so versöhnlich und verständnisvoll auf Menschen in diesen Ämtern und Gerichte blicken, die starrsinnig nicht lernen und verstehen wollen, teils Spaß an der Ausübung der Brutalität haben.
Meinen Respekt Regina!
Ich kann dein still vor Qual schreiendes Herz hören und fühlen. Mir geht es auch so. Dieses Mundtot gemacht werden und das Zertrümmern des Verstandes ist für mich schwierig zu lenken. Mein inneres will sterben, aber wie lebt der Körper dann weiter? Wie soll das nur gehen. Ich suche Gott. Und manchmal denk ich er ist nicht da. Das ist schlimm, denn ich habe das Gefühl ich brauche dringend Gerechtigkeit, seine übernatürliche Hilfe – als letzten Ausweg. Und ich hab mir so eine Mühe in der Selbstliebe und Entwicklung gesunder Liebe gegeben. Ich fühle mich in alle Dimensionen sabotiert. Aber ich weiss, es ist nur ein Step im Lernprozess, das Plateau auf eine neue Ebene. Und wer Gott liebt, dem wird alles was ihm im Leben geschieht zum Besten gereicht.

Frank Osterloh · 10. Mai 2021 um 8:16

Liebe Regina, du schreibst und sprichst so vielen Betroffenen aus dem Herzen. Diese Geschichte passt zu 100% auf mein direktes Umfeld. Deine Worte sind genau auf den Punkt gebracht und beschreiben das unendliche Leid und die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit und den psychischen Terror, der an den Kindern und an den Co-Narzissten ausgeübt wird. Jeden Tag! Tausendfach! Es ist höchste Zeit, dass dieses Unrecht und dieser psychische abartige Missbrauch immer häufiger erkannt und aufgedeckt wird und die Rechtsprechung endlich zu Gunsten derer entscheidet und deren Situation erkennt und erfühlt, die wie ein Löwe um das Wohl ihrer Kinder kämpfen und die enorme Kindeswohlgefährdung durch maligne Narzissten erkennt und entsprechend verurteilt!

Evi · 10. Mai 2021 um 8:07

Dein Artikel ist sehr genau und gut geschrieben. Ich habe es leider sehr oft so erlebt. Es ist jedesmal schmerzhaft und ungerecht. Ich danke dir, dass du das Thema mit Mut ansprichst. Nur so können wir für die Zukunft was verändern. Ich danke dir von Herzen.

Medine Arslan · 9. Mai 2021 um 22:11

Ich bestätige es das mir genau so geht , wie es dir geht , ich kämpfe um mein Kind , der Vater ist ein verdeckter Narzisst mit seiner Familie. Er hat mich geschlagen und vergewaltigt und mein zweiten Kind in den Tod geführt. Trotzdem lassen sie meine Tochter bei ihm leben. Ich hab sie über ein 1 Jahr nicht gesehen. Ich fühle richtig mit dir, würde gerne Kontakt mit dir auf nehmen. Da ich richtige Beweise habe gegen das Deutsche gesetzt Familiengericht . Ich würde mit dir zusammen tunen das wir unsere Kinder vor solche Väter zu schützen. Mit melde dich bei mir oder bei der Bianca

BHübner · 9. Mai 2021 um 20:04

Ja wir leben in einer sehr starken Narzisstische Gesellschaft und das steht auch gut im Buch geschrieben: Das Wunder der Wertschätzung?! Aber jedes Opfer was laut wird, wird für seine Arbeit bestraft mit dem was einem empathen wichtig ist… und zwar die Liebe! Aber später kommen genau die Kinder dort zurück, wo sie immer ihr Herz haben und der andere wird für immer vergessen. So ist es bei mir… nie würde ich ich zu je meinem KV noch zum Stiefvater gehen! Aber zu meinen ersten Beziehungen die ich hatte , habe ich eine sehr gut Bindung und einen guten gepflegten Kontakt. Nur das kam dieser Narz in meinem Leben und lernte es durch die Hölle zu gehen und so wie es hier beschrieben ist war es so! Auch Kinder leiden und das schlimme man sieht nur die Folgen und das sie in vielen Therapien gehen… aber keiner kümmert sich um die Wurzeln! Ich werde auch laut und habe Angst um die kleinen weil keiner sich gegen einen Narz vorstellt und sagt du bist der Täter .. macht keiner aber dank das Gesundheitskassen gibt die nun für die Schäden aufkommen werden müssen! Danke fürs laut werden und es müssen noch mehr werden… ich hoffe das die Liebe für immer Siegen wird! In Liebe Bianca und 3 Kinder

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