Von unserer Narz mich nicht Redaktion – Gesellschaft & Trends mit Augenzwinkern

Was vor wenigen Jahren noch als radikaler Akt der Selbstliebe gefeiert wurde, nimmt nun eine unerwartete Wendung: Die ersten Menschen, die sich selbst geheiratet haben, beginnen damit, sich wieder von sich selbst scheiden zu lassen.

💍 Vom Versprechen zur Selbstkritik

Die sogenannte Sologamie – also die Eheschließung mit sich selbst – galt lange als Symbol für Unabhängigkeit, Selbstwert und emotionale Autonomie. Menschen feierten sich selbst in aufwendig inszenierten Zeremonien, legten sich Ringe an und versprachen: „Ich bin genug.“

Doch genau dieses Versprechen scheint nun ins Wanken zu geraten.

Immer mehr ehemalige „Selbstverheiratete“ berichten, dass die Beziehung zu sich selbst komplexer ist als gedacht. Erste Stimmen sprechen davon, dass die ursprüngliche Entscheidung eher ein Statement gegen äußere Beziehungen war – als eine echte innere Verbindung.

⚖️ „Ich halte mich selbst nicht mehr aus“

In sozialen Netzwerken häufen sich Berichte mit überraschender Ehrlichkeit:

„Ich habe mich selbst geheiratet, um mich nie wieder zu verlassen – aber genau das habe ich emotional trotzdem getan.“

„Ich habe gemerkt, dass Selbstliebe kein statischer Zustand ist. Ich habe mich selbst enttäuscht, ignoriert, überfordert.“

Einige gehen nun den symbolischen Schritt weiter: Sie veranstalten Selbstscheidungs-Rituale – inklusive Ringabnahme, Abschiedsbrief an das eigene Ich und einem bewussten „Neustart“.

🔄 Ein neuer Blick auf Selbstliebe

Psychologen sehen darin weniger ein Scheitern, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung des Selbstkonzepts. Die Idee, sich selbst „für immer zu genügen“, wird zunehmend hinterfragt.

Stattdessen rückt ein dynamischeres Verständnis in den Fokus:

  • Selbstliebe als Prozess, nicht als Zustand
  • Innere Beziehung als etwas, das gepflegt werden muss
  • Die Erkenntnis, dass auch mit sich selbst Konflikte möglich und notwendig sind

🎭 Zwischen Empowerment und Illusion

Kritiker werfen dem ursprünglichen Trend vor, eine romantisierte Illusion von Selbstgenügsamkeit verkauft zu haben. Befürworter hingegen sehen in der aktuellen Entwicklung genau das, was echte Selbstarbeit ausmacht:

👉 Ehrlichkeit statt Inszenierung
👉 Wachstum statt Perfektion

🌈 Fazit: Keine Trennung, sondern Transformation

Die „Scheidung von sich selbst“ ist weniger ein Ende als vielmehr ein Perspektivwechsel. Weg von der Idee, sich selbst idealisieren zu müssen – hin zu einer echten, manchmal unbequemen Beziehung zum eigenen Inneren.

Oder wie es eine Betroffene formuliert:

„Ich habe mich nicht von mir getrennt. Ich habe nur aufgehört, mir etwas vorzumachen.“

Zertifizierte Mediation bei funktionalen Beziehungsstörungen– auch mit sich selbst – bietet Regina Schrott (Gründerin von Narz mich nicht®, Syst. Coach, Autorin und und Zert. Mediatorin sowohl online als auch in ihrer Praxis in Bad Neuenahr – Ahrweiler an. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne unter kontakt@narz-mich-nicht.de oder per Whatsapp: 0049 – 160 578 34 32.


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