Ovid erzählte in der antiken Sage vom Halbgott Narziss, der mit einem überhöhten Selbstbild durch Wald und Fluren streifte. Alle Welt lag ihm ob seiner Schönheit zu Füßen und er war herablassend und abschätzend anderen Geschöpfen gegenüber. Einzig die Nymphe Echo wollte und konnte nicht von Narziss lassen und opferte sich selbst auf.


Narziss missbrauchte sie und manipulierte sie zu seinem Vorteil.
Schließlich entdeckte er irgendwann im Spiegelbild eines Sees einen unfassbar schönen Jüngling. Er verliebte sich augenblicklich in ihn ohne die Selbstreflexion zu begreifen. An der Unmöglichkeit, von seinem Spiegelbild Gegenliebe zu erfahren, zerbrach er und gab sein Leben auf, indem er sich in den See stürzte. Seit da an wuchsen Narzissen an jener Stelle.

Dank C. G. Jung wissen wir, dass ein Narzisst nicht aus Selbstliebe, sondern aus Selbsthass handelt. Liebe ist nur im Austausch zweier Individuen durch Geben und Nehmen möglich. Einem Narzissten ist es auf Grund seines/ihres mangelnden Empathiewillens nicht möglich, sich in die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen einzufühlen. Ein Narzisst kann sich auch selbst nicht emotional wahrnehmen. Ein Narzisst gibt nicht, er nimmt. Auch und in absurder Weise von sich selbst.

Unfähig, sich selbst und die eigenen Handlungen zu reflektieren, machen Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung oft Dinge, die sie eigentlich gar nicht tun wollen (z.B. die Kindererziehung an sich zu reißen) und das auf sehr destruktive Art und Weise. Ihr Antrieb ist eine existenzielle Angst, es könnte jemand anderem besser ergehen als ihnen selbst.

Erfährt ein Narzisst eine narzisstische Kränkung durch eine andere Person (z.B.: Trennung in der Beziehung, Arbeitslosigkeit) kann der Hass gegen den Auslöser oder sich selbst so massiv sein, dass es zu Mord oder Suizid kommt.


Stopp Narzissmus - nicht mit mir!


Hier kommen Sie zu unseren
Vorträgen und Seminaren
Hier kommen Sie zu den
Blogbeiträgen