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	<title>Freiheit Archive - Narz mich nicht®</title>
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	<description>Narzissmus. Verstehen. Lösen.</description>
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		<title>Das Wartezimmer des schlechten Benehmens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Schrott]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 13:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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		<category><![CDATA[feststecken in ungesunder Beziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[wie verlasse ich einen Narzissten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wartezimmer des schlechten Benehmens Es gibt ein Wartezimmer, in dem viele Menschen viel zu lange sitzen. Es hat keine sichtbare Tür, keine Empfangsdame, keine Nummernanzeige und keinen klaren Termin. Trotzdem verbringen manche dort Jahre. Manchmal sogar ein halbes Leben. Es ist das Wartezimmer des schlechten Benehmens. Dort warten wir<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/das-wartezimmer-des-schlechten-benehmens"> Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/das-wartezimmer-des-schlechten-benehmens">Das Wartezimmer des schlechten Benehmens</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;"><span>Das Wartezimmer des schlechten Benehmens</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es gibt ein Wartezimmer, in dem viele Menschen viel zu lange sitzen. Es hat keine sichtbare Tür, keine Empfangsdame, keine Nummernanzeige und keinen klaren Termin. Trotzdem verbringen manche dort Jahre. Manchmal sogar ein halbes Leben.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es ist das Wartezimmer des schlechten Benehmens.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dort warten wir darauf, dass jemand endlich versteht, was er getan hat. Dass jemand sich entschuldigt. Dass jemand einsieht, wie verletzend seine Worte waren. Dass jemand erkennt, wie unfair, kalt, egoistisch oder übergriffig er sich verhalten hat. Wir warten darauf, dass dieser Mensch plötzlich empathisch wird, respektvoller, einsichtiger, weniger toxisch.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und während wir warten, passiert etwas sehr Entscheidendes: Unser eigenes Leben bleibt stehen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht sichtbar. Nicht vollständig. Aber innerlich.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir gehen zur Arbeit, kümmern uns um Kinder, schreiben Nachrichten, erledigen Aufgaben, funktionieren. Nach außen läuft das Leben weiter. Innen aber sitzt ein Teil von uns immer noch auf diesem Stuhl im Wartezimmer und schaut zur Tür. Vielleicht kommt er ja heute. Vielleicht schreibt sie ja morgen. Vielleicht merkt er es endlich. Vielleicht entschuldigt sie sich irgendwann. Vielleicht wird aus diesem „Vielleicht“ doch noch ein „Endlich“.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Doch manchmal kommt niemand.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und genau da beginnt die eigentliche Befreiung.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Wenn die Entschuldigung zum inneren Gefängnis wird</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Eine Entschuldigung kann heilsam sein. Sie kann etwas ordnen, was vorher chaotisch war. Sie kann bestätigen: „Ja, das ist passiert. Ja, ich sehe deinen Schmerz. Ja, ich übernehme Verantwortung.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Für Menschen, die verletzt wurden, kann genau diese Anerkennung unglaublich wichtig sein. Denn oft schmerzt nicht nur das ursprüngliche Verhalten. Es schmerzt auch, dass der andere es nicht sehen will. Dass er abwiegelt, verdreht, schweigt oder so tut, als sei nichts geschehen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann entsteht eine doppelte Verletzung. Erst die Tat. Dann die Verleugnung.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und so beginnt das Warten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir warten nicht nur auf eine Entschuldigung. Wir warten auf Gerechtigkeit. Auf Würde. Auf die Bestätigung, dass wir nicht verrückt sind. Dass unsere Wahrnehmung stimmt. Dass es nicht richtig war, wie mit uns umgegangen wurde.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das ist menschlich. Absolut menschlich.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Gefährlich wird es erst, wenn unser innerer Frieden davon abhängig wird, ob ein anderer Mensch bereit ist, sich anständig zu verhalten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann geben wir die Schlüssel zu unserem Leben in fremde Hände. Oder die Fernbedienung. Und lassen uns (weiterhin) fremdbestimmen. Durch das schlechte Benehmen anderer. </span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>„Wenn er sich entschuldigt, kann ich abschließen“</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Viele Menschen sagen: „Ich kann erst abschließen, wenn er sich entschuldigt.“ Oder: „Ich brauche dieses Gespräch, damit ich endlich Frieden finde.“ </span><span>Oder: „Wenn sie endlich versteht, was sie mir angetan hat, kann ich loslassen.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das klingt nachvollziehbar. Und manchmal stimmt es auch für einen Moment. Aber in toxischen oder narzisstisch geprägten Beziehungsmustern ist genau das oft die Falle.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn was passiert, wenn diese Entschuldigung nie kommt? </span><span>Was passiert, wenn der andere gar kein Interesse daran hat, Verantwortung zu übernehmen? </span><span>Was passiert, wenn er nicht reflektieren will, nicht empathisch werden kann oder schlicht keinen Nutzen darin sieht, sich ehrlich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann bleibt dein Leben an einer Bedingung hängen, die du nicht kontrollieren kannst.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Du wartest auf eine innere Bewegung im anderen Menschen. Auf seine Einsicht. Seine Reife. Seine Wahrhaftigkeit. Seine Fähigkeit zur Empathie.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber das alles liegt nicht in deiner Macht!</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Deine Freiheit beginnt nicht dort, wo der andere sich endlich richtig verhält. Sie beginnt dort, wo du aufhörst, dein Leben an sein Verhalten zu koppeln.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Manchmal hat der andere nicht einmal gemerkt, wie sehr er verletzt hat</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das ist besonders bitter: Manche Menschen wissen gar nicht, dass wir noch warten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Für uns war die Situation einschneidend. Für den anderen war es vielleicht ein Satz nebenbei. Eine Entscheidung aus Bequemlichkeit. Ein egoistischer Moment. Eine Grenzüberschreitung, die für ihn längst vergessen ist. </span><span>Während wir innerlich ganze Dialoge führen, hat der andere das Thema vielleicht nie wieder berührt. </span><span>Während wir hoffen, dass er eines Tages zur Einsicht kommt, lebt er einfach weiter. </span><span>Während wir gedanklich noch im Wartezimmer sitzen, hat er nicht einmal verstanden, dass er überhaupt erwartet wird.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das macht die Verletzung nicht kleiner. Es entschuldigt nichts. Aber es zeigt, wie gefährlich es ist, das eigene Leben an die Bewusstseinsentwicklung eines anderen Menschen zu binden.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn vielleicht kommt er nicht.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht, weil du es nicht wert wärst. </span><span>Sondern weil er nicht der Mensch ist, auf den du wartest.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Die Hoffnung auf Veränderung kann wie Loyalität aussehen</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Viele Menschen halten ihr Warten für Liebe, Treue oder Großzügigkeit:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Ich gebe ihm noch Zeit.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Ich glaube an das Gute in ihr.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Vielleicht hat er es nur noch nicht verstanden.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Vielleicht muss ich es anders erklären.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Gerade empathische Menschen mit einem Hang zum Helfersyndrom bleiben oft sehr lange in dieser Schleife. Sie erklären, vermitteln, hoffen, formulieren vorsichtiger, werden deutlicher, schreiben lange Nachrichten, suchen nach dem richtigen Moment, dem richtigen Ton, dem richtigen Zugang.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sie glauben: Wenn ich es nur richtig sage, wird der andere es endlich verstehen. </span><span>Aber Verständnis ist nicht nur eine Frage der Erklärung. Es ist auch eine Frage der Bereitschaft. </span><span>Ein Mensch, der nicht verstehen will, wird auch durch deine beste Formulierung nicht plötzlich aufrichtig. Ein Mensch, der keinen Nutzen in Einsicht sieht, wird deine Verletzung eher als Angriff deuten. Ein Mensch, der Verantwortung vermeiden möchte, wird aus deinem Schmerz eine Diskussion über deinen Ton machen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann erklärst du nicht mehr. Dann kämpfst du um eine Tür, die von innen abgeschlossen ist.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Das Wartezimmer kostet Lebenszeit</span></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Das-Wartezimmer-des-guten-Benehmens-Blogbeitrag-von-Narz-mich-nicht--300x169.png" alt="" width="500" height="281" class="aligncenter wp-image-23516" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Das-Wartezimmer-des-guten-Benehmens-Blogbeitrag-von-Narz-mich-nicht--300x169.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Das-Wartezimmer-des-guten-Benehmens-Blogbeitrag-von-Narz-mich-nicht--768x432.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Das-Wartezimmer-des-guten-Benehmens-Blogbeitrag-von-Narz-mich-nicht--1536x864.png 1536w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Das-Wartezimmer-des-guten-Benehmens-Blogbeitrag-von-Narz-mich-nicht-.png 1672w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das eigentliche Problem ist nicht, dass wir uns eine Entschuldigung wünschen. Das Problem ist, was wir während des Wartens verlieren.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir verlieren Gegenwart.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir verlieren Leichtigkeit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir verlieren Entscheidungsfähigkeit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir verlieren manchmal sogar neue Beziehungen, weil wir innerlich noch mit alten Menschen verhandeln.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir sitzen beim Kaffee mit einer Freundin, aber im Kopf führen wir ein Gespräch mit dem Ex-Partner. Wir spielen mit unserem Kind, aber innerlich formulieren wir eine Nachricht, die endlich alles klar machen soll. Wir liegen abends im Bett, aber statt zu schlafen, bauen wir einen perfekten Monolog, den der andere nie hören wird.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>So wird aus der Hoffnung auf gutes Benehmen ein stiller Lebensdiebstahl.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht, weil der Wunsch falsch ist. Sondern weil das Warten zu teuer wird.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Vergebung ist nicht dasselbe wie Verharmlosung</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Viele Menschen haben Angst, loszulassen, weil es sich anfühlt, als würden sie den anderen damit davonkommen lassen. </span><span>Aber inneres Loslassen bedeutet nicht: „Es war nicht so schlimm.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es bedeutet nicht: „Ich entschuldige dein Verhalten.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es bedeutet nicht: „Wir machen einfach weiter wie vorher.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es bedeutet: „Ich höre auf, mein Leben an deine Einsicht zu binden.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das ist ein großer Unterschied. </span><span>Du darfst klar benennen, was passiert ist. Du darfst Konsequenzen ziehen. Du darfst Abstand nehmen. Du darfst entscheiden, dass eine Freundschaft, Partnerschaft oder familiäre Verbindung in dieser Form nicht mehr gesund für dich ist. </span><span>Du darfst sogar sagen: „Ohne Einsicht und ohne Verantwortung gibt es keinen echten Kontakt mehr.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das ist nicht hart. Das ist erwachsen. Und selbstverantwortlich.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn Beziehungen brauchen nicht nur Gefühle. Sie brauchen Verhalten. Und zwar Verhalten, das Sicherheit, Respekt und Würde ermöglicht.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Nicht jeder gehört zurück in dein Leben</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Manchmal warten wir nicht nur auf eine Entschuldigung, sondern auf die Eintrittskarte, damit jemand wieder Teil unseres Lebens sein darf.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir denken: „Wenn er sich entschuldigt, können wir wieder befreundet sein.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Oder: „Wenn sie endlich versteht, was sie getan hat, kann ich wieder vertrauen.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber auch hier lohnt sich eine ehrliche Frage: Wartest du auf eine echte Veränderung oder nur auf ein Mindestmaß an Benehmen, damit du dir erlauben kannst, weiter an dieser Beziehung festzuhalten?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Eine Entschuldigung ist kein Charakterwandel.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ein „Tut mir leid“ ist noch keine Verlässlichkeit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ein kurzer emotionaler Moment ist noch keine neue Beziehungskompetenz.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Entscheidend ist nicht nur, ob jemand sich entschuldigt. Entscheidend ist, ob er dauerhaft anders handelt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn Worte können Türen öffnen. Aber Verhalten entscheidet, ob du hindurchgehen solltest.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Du darfst gehen, bevor der andere versteht</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das ist vielleicht einer der wichtigsten Sätze: </span><strong>Du darfst gehen, bevor der andere versteht.</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Du musst nicht warten, bis jemand deine Entscheidung nachvollziehen kann. Du musst nicht bleiben, bis er endlich zugibt, was passiert ist. Du musst dich nicht so lange erklären, bis der andere deine Grenze sympathisch findet.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Grenzen brauchen keine Zustimmung. </span><span>Sie brauchen Klarheit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wenn du merkst, dass ein Kontakt dich dauerhaft klein macht, destabilisiert, verwirrt oder emotional abhängig hält, darfst du dich schützen. Auch dann, wenn der andere sich für unschuldig hält. Auch dann, wenn er dich übertrieben nennt. Auch dann, wenn er behauptet, du seist empfindlich, nachtragend oder schwierig.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vielleicht sieht er es anders. </span><span>Das darf er. Oder auch sie. </span><span>Aber du musst nicht in seiner Version der Geschichte wohnen bleiben.</span></p>
<h2><span>Das Leben beginnt außerhalb des Wartezimmers</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Irgendwann kommt der Moment, in dem du innerlich aufstehen darfst. </span><span>Nicht dramatisch. Nicht bitter. Nicht mit einer großen Szene. </span><span>Einfach aufstehen. </span><span>Du kannst den Stuhl zurücklassen, auf dem du so lange gesessen hast. Du kannst die Tür öffnen, auch wenn niemand hereingekommen ist. Du kannst gehen, ohne dass der andere vorher unterschrieben hat, dass du Recht hattest.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vielleicht wird er sich nie entschuldigen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vielleicht wird sie nie verstehen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vielleicht wird es nie dieses eine Gespräch geben, das alles heilt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber dein Leben muss nicht auf diesen Moment warten. </span><span>Du darfst wieder essen, schlafen, lachen, planen, lieben, arbeiten, träumen und gestalten, ohne innerlich ständig auf eine Nachricht zu warten, die vielleicht nie kommt. </span><span>Du darfst dein Leben zurücknehmen. </span><span>Nicht, weil der andere es verdient hat. </span><span>Sondern weil du es verdienst.</span></p>
<h2><span>Der wichtigste Schritt: Die Zuständigkeit zurückholen</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die zentrale Frage lautet nicht: „Wann sieht der andere endlich ein, was er getan hat?“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Die zentrale Frage lautet: „Was brauche ich jetzt, unabhängig davon, ob der andere jemals Einsicht zeigt?“</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Brauche ich Abstand?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Brauche ich Klarheit?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Brauche ich Unterstützung?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Brauche ich eine Entscheidung?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Brauche ich eine neue Grenze?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Brauche ich die Erlaubnis, nicht länger zu warten?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>In dem Moment, in dem du diese Fragen stellst, verlässt du das Wartezimmer. Du kommst zurück in deine eigene Zuständigkeit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und genau dort liegt deine Kraft.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht im Kontrollieren des anderen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht im perfekten Erklären.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht im Hoffen auf späte Reife.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sondern in der Entscheidung, dein Leben nicht länger vom Benehmen anderer abhängig zu machen.</span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span>Fazit: Gutes Benehmen ist schön &#8211;<br />
Deine Freiheit ist wichtiger</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ja, es wäre schön, wenn Menschen sich entschuldigen würden. </span><span>Ja, es wäre schön, wenn sie reflektieren, Verantwortung übernehmen und empathisch handeln würden. </span><span>Ja, es wäre schön, wenn Verletzungen anerkannt würden, ohne dass man jahrelang darum kämpfen muss. </span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber dein Leben darf nicht davon abhängen, ob andere Menschen diese Reife besitzen. </span><span>Manche kommen nie in dein Wartezimmer. </span><span>Manche wissen nicht einmal, dass du dort sitzt. </span><span>Und manche kommen nur, um dir zu erklären, warum du gar keinen Grund hattest, verletzt zu sein.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann ist es Zeit, aufzustehen. </span><span>Nicht aus Trotz. </span><span>Sondern aus Selbstachtung. </span><span>Du musst nicht länger warten, bis jemand anders sich gut benimmt, damit du endlich leben darfst. </span><span>Du darfst jetzt gehen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und draußen wartet nicht die perfekte Entschuldigung.</span></p>
<p><span>Draußen wartet dein Leben!</span></p>
<p>In Liebe, Regina Schrott<br />
Gründerin von Narz mich nicht®<br />
Zert. Mediatorin für schwierige Beziehungen</p>
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<p>Das aktuelle Buch von Regina Schrott &#8222;Leichtigkeit für Superhelden&#8220; (erschienen im EMPATHIE Verlag, Juni 2026, 186 Seiten) hilft Ihnen aus dem Wartezimmer des schlechten Benehmens</p>
<p><img decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Leichtigkeit-fuer-Superhelden-von-Regina-Schrott-Frontcover-191x300.png" alt="" width="250" height="392" class="aligncenter wp-image-23517" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Leichtigkeit-fuer-Superhelden-von-Regina-Schrott-Frontcover-191x300.png 191w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2026/06/Leichtigkeit-fuer-Superhelden-von-Regina-Schrott-Frontcover.png 637w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></p>
<p>Das Buch &#8222;Leichtigkeit für Superhelden&#8220; ist sowohl als gebundenes Buch, als auch im Taschenbuchformat oder als ebook erhältlich. Sie erhalten es in jeder Buchhandlung, im <strong><a href="https://narz-mich-nicht.de/empathie-verlag" target="_blank" rel="noopener">EMPATHIE Verlag</a></strong> oder bei Amazon unter diesem <strong><a href="https://www.amazon.de/dp/3911134614/ref=cm_sw_r_as_gl_apa_gl_i_2NP4T2RQFVCYQYZ8ZTAH?linkCode=ml1&amp;tag=reginaschrott-21&amp;linkId=8d268ffc9db187af3491872f4130fa5c" target="_blank" rel="noopener">LINK.</a></strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/das-wartezimmer-des-schlechten-benehmens">Das Wartezimmer des schlechten Benehmens</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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		<title>Neuanfang nach der Trennung von einem narzisstisch akzentuierten Menschen: Der Weg aus der Hölle zum Himmel</title>
		<link>https://narz-mich-nicht.de/blog/neuanfang-nach-der-trennung-von-einem-narzisstisch-akzentuierten-menschen-der-weg-aus-der-hoelle-zum-himmel</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Schrott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 09:03:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[aus der Hölle zum Himmel]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstakzeptanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Trennung von einem Menschen, der narzisstische Eigenschaften zeigt, kann eine der schmerzhaftesten und zugleich transformierendsten Erfahrungen im Leben sein. Für viele Betroffene ist es ein Weg durch die Hölle, aber auch eine Chance auf einen persönlichen und spirituellen Neuanfang – ein Aufbruch in den eigenen Himmel. In diesem Beitrag möchte ich beleuchten, warum es so schwer ist, sich zu trennen, wie sich die Hölle des Missbrauchs anfühlt, und welche Schritte notwendig sind, um letztendlich zu einem erfüllten, authentischen Leben zu gelangen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/neuanfang-nach-der-trennung-von-einem-narzisstisch-akzentuierten-menschen-der-weg-aus-der-hoelle-zum-himmel">Neuanfang nach der Trennung von einem narzisstisch akzentuierten Menschen: Der Weg aus der Hölle zum Himmel</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex max-w-full flex-col flex-grow">
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<h2 style="text-align: center;"><strong>Neuanfang nach der Trennung von einem narzisstisch akzentuierten Menschen: Der Weg aus der Hölle zum Himmel</strong></h2>
<p>Die Trennung von einem Menschen, der narzisstische Eigenschaften zeigt, kann eine der schmerzhaftesten und zugleich transformierendsten Erfahrungen im Leben sein. Für viele Betroffene ist es ein Weg durch die Hölle, aber auch eine Chance auf einen persönlichen und spirituellen Neuanfang – ein Aufbruch in den eigenen Himmel. In diesem Beitrag möchte ich beleuchten, warum es so schwer ist, sich zu trennen, wie sich die Hölle des Missbrauchs anfühlt, und welche Schritte notwendig sind, um letztendlich zu einem erfüllten, authentischen Leben zu gelangen.</p>
<h2>1. Die Hölle der Abhängigkeit und Manipulation</h2>
<p><strong>Narzisstische Beziehungen sind tückisch:</strong> Sie beginnen oft mit einer intensiven Phase der Anziehung, dem sogenannten &#8222;Love-Bombing&#8220;, in der der narzisstische Partner einen mit Aufmerksamkeit, Geschenken und Versprechungen überhäuft. Alles erscheint perfekt. Doch bald tritt ein Wechsel ein. Die Zuneigung wird schrittweise entzogen, Manipulation und Kontrolle nehmen zu. Der narzisstische Partner beginnt, subtil an der Selbstwahrnehmung und am Selbstwert zu nagen, und das Opfer wird in eine emotionale Abhängigkeit gezogen.</p>
<p><strong>Gaslighting und emotionale Misshandlung:</strong> Häufig wenden narzisstische Partner „Gaslighting“ an – eine Manipulationstechnik, bei der die Realität des Opfers infrage gestellt wird. Aussagen wie „Das bildest du dir nur ein“ oder „Du bist zu sensibel“ sind typische Sätze, die das Opfer verunsichern und verwirren. Stück für Stück verliert man das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung, bis man nur noch in der Wahrnehmung des narzisstischen Partners existiert.</p>
<p><strong>Die Einsamkeit in der Beziehung:</strong> Besonders schmerzhaft ist die Einsamkeit, die viele Betroffene in solchen Beziehungen empfinden. Während der narzisstische Partner in der Außenwelt oft als charmant und sympathisch wahrgenommen wird, spielt sich hinter verschlossenen Türen ein ganz anderes Drama ab. Der narzisstische Mensch kann plötzlich kühl, herablassend oder sogar aggressiv werden. Das Opfer bleibt oft hilflos zurück und fühlt sich von seinem Umfeld unverstanden.</p>
<div id="attachment_18725" style="width: 792px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18725" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoelle-von-Manipulation-und-Isolation-im-Narzissmus.webp" alt="" width="782" height="782" class=" wp-image-18725" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoelle-von-Manipulation-und-Isolation-im-Narzissmus.webp 1024w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoelle-von-Manipulation-und-Isolation-im-Narzissmus-300x300.webp 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoelle-von-Manipulation-und-Isolation-im-Narzissmus-150x150.webp 150w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoelle-von-Manipulation-und-Isolation-im-Narzissmus-768x768.webp 768w" sizes="(max-width: 782px) 100vw, 782px" /><p id="caption-attachment-18725" class="wp-caption-text">Bild von der KI für Narz mich nicht erstellt</p></div>
<h2>2. Die Trennung als Befreiungsschlag – Der Abstieg in die tiefste Dunkelheit</h2>
<p><strong>Der Entschluss zur Trennung:</strong> Für viele Menschen ist der Entschluss, sich von einem narzisstischen Partner zu trennen, ein langer, schmerzhafter Prozess. Viele Betroffene durchleben dabei einen inneren Kampf zwischen der Hoffnung auf Veränderung und der Erkenntnis, dass sie in dieser Beziehung langsam zerbrechen. Narzisstische Partner können extrem überzeugend sein, wenn es darum geht, Schuldzuweisungen zu vermeiden und das Opfer dazu zu bringen, an der Trennung zu zweifeln.</p>
<p><strong>Die Hölle nach der Trennung:</strong> Die Trennung selbst ist oft nur der Anfang des Kampfes. Narzisstische Partner lassen sich selten einfach los. Häufig versuchen sie, die Trennung zu verhindern oder das Opfer durch Schmeicheleien, Versprechen oder Schuldgefühle zurückzugewinnen. Dieses „Hoovering“ (nach dem englischen Begriff für Staubsauger) kann extrem belastend sein, da es das Opfer erneut in eine Achterbahn der Gefühle stürzt.</p>
<p><strong>Selbstzweifel und Leere:</strong> Nach der Trennung fühlen sich viele Opfer ausgebrannt, leer und verwirrt. Die jahrelange Manipulation hat tiefe Spuren im Selbstwert und Selbstbewusstsein hinterlassen. Fragen wie „Warum habe ich das so lange mitgemacht?“ oder „Bin ich wirklich zu empfindlich?“ quälen das Opfer. Der emotionale Missbrauch hinterlässt nicht nur Narben, sondern oft auch eine innere Leere, die schwer zu füllen ist.</p>
<h2>3. Der Weg aus der Dunkelheit – Heilung und Selbstfindung</h2>
<p><strong>Therapie und Unterstützung suchen:</strong> Der erste Schritt auf dem Weg zur Heilung ist oft, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Ein Therapeut oder Coach, der sich mit narzisstischem Missbrauch auskennt, kann helfen, das Erlebte zu verstehen und die eigene Geschichte zu reflektieren. Besonders hilfreich ist eine Therapie, die traumatische Bindungsmuster aufarbeitet und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung stärkt.</p>
<p><strong>Selbstmitgefühl entwickeln:</strong> Viele Betroffene von narzisstischem Missbrauch haben Schwierigkeiten, mit sich selbst geduldig und verständnisvoll umzugehen. Es kann helfen, sich vor Augen zu führen, dass man in eine Manipulationsspirale geraten ist, die für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar ist. Selbstmitgefühl ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Heilung – es ist okay, verletzt zu sein und sich Zeit zu nehmen.</p>
<p><strong>Den inneren Kritiker erkennen und beruhigen:</strong> Narzisstische Partner hinterlassen oft einen inneren Kritiker, der das Opfer ständig an seinen Schwächen und Fehlern zweifeln lässt. Es kann hilfreich sein, diesen Kritiker bewusst wahrzunehmen und zu erkennen, dass es sich dabei oft um die übernommenen negativen Aussagen des Ex-Partners handelt. Durch gezielte Übungen, wie das Führen eines „Selbstmitgefühls-Tagebuchs“, kann man lernen, diesen Kritiker zu beruhigen und mehr liebevolle Gedanken zuzulassen.</p>
<div id="attachment_18726" style="width: 755px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18726" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Himmel-nach-der-Trennung-und-Heilung-von-einer-narzisstischen-Beziehung.webp" alt="" width="745" height="745" class=" wp-image-18726" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Himmel-nach-der-Trennung-und-Heilung-von-einer-narzisstischen-Beziehung.webp 1024w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Himmel-nach-der-Trennung-und-Heilung-von-einer-narzisstischen-Beziehung-300x300.webp 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Himmel-nach-der-Trennung-und-Heilung-von-einer-narzisstischen-Beziehung-150x150.webp 150w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Himmel-nach-der-Trennung-und-Heilung-von-einer-narzisstischen-Beziehung-768x768.webp 768w" sizes="(max-width: 745px) 100vw, 745px" /><p id="caption-attachment-18726" class="wp-caption-text">Bild von der KI für Narz mich nicht erstellt</p></div>
<h2>4. Die Entdeckung des eigenen Himmels – Authentizität und Freiheit</h2>
<p><strong>Ein neues Leben aufbauen:</strong> Nach und nach beginnen Betroffene, wieder ein Leben zu führen, das auf ihren eigenen Werten und Bedürfnissen basiert. Viele entdecken völlig neue Seiten an sich und beginnen, sich selbst neu zu definieren. Sie entwickeln Interessen, die sie zuvor unterdrückt haben, und beginnen, Beziehungen aufzubauen, die auf Ehrlichkeit und Respekt basieren.</p>
<p><strong>Grenzen setzen und Selbstachtung lernen:</strong> Ein essenzieller Bestandteil des Neuanfangs ist das Setzen von Grenzen. Betroffene lernen, ihre Bedürfnisse und Grenzen klar zu kommunizieren und auch „Nein“ zu sagen. Das stärkt nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern schützt auch vor erneutem Missbrauch in künftigen Beziehungen.</p>
<p><strong>Vergebung und Loslassen:</strong> Ein bedeutender Schritt in der Heilung ist die Vergebung – und zwar nicht unbedingt für den narzisstischen Ex-Partner, sondern für sich selbst. Die Vergebung bedeutet, sich selbst nicht für die gemachten Erfahrungen zu verurteilen und die Vergangenheit als Teil des eigenen Wachstums anzuerkennen. Es kann hilfreich sein, die Vergangenheit als Lernprozess zu sehen und das Erlebte als Grundlage für eine stärkere, selbstbewusstere Zukunft zu nutzen.</p>
<h2>5. Der Himmel der Freiheit und Selbstakzeptanz</h2>
<p><strong>Das Wiederentdecken der eigenen Stärke:</strong> Betroffene, die den Prozess der Heilung durchlaufen haben, berichten oft von einem neuen, tiefen Gefühl der Freiheit und Selbstakzeptanz. Sie sind nicht mehr bereit, sich für andere Menschen zu verbiegen und finden eine innere Stärke, die sie zuvor nie gekannt haben. Diese neue Kraft ermöglicht es, Beziehungen auf Augenhöhe einzugehen und im Leben authentisch zu sein.</p>
<p><strong>Neue, gesunde Beziehungen aufbauen:</strong> Ein wichtiger Schritt im Leben nach narzisstischem Missbrauch ist das Eingehen neuer Beziehungen. Viele Betroffene erleben hierbei, dass sie nun viel bewusster und sensibler für Warnsignale sind. Sie wählen Menschen, die ihnen gut tun, und setzen klare Grenzen. Neue Partnerschaften und Freundschaften bieten die Möglichkeit, gesunde Bindungsmuster zu etablieren und Liebe ohne Abhängigkeit zu erleben.</p>
<p><strong>Sich selbst als wertvoll empfinden:</strong> Schließlich lernen Betroffene, sich als wertvollen Menschen zu akzeptieren. Sie erkennen, dass ihr Wert nicht von der Bestätigung oder Zuneigung anderer abhängt und dass sie sich selbst genug sind. Dieses tiefe Gefühl der Selbstakzeptanz ist der Himmel, den viele Betroffene nach Jahren des Leidens endlich betreten.</p>
<div id="attachment_18721" style="width: 747px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18721" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Von-der-Hoelle-mit-einem-narzisstisch-akzentuierten-Menschen-zum-Himmel-ohne-ihn-von-Narz-mich-nicht.webp" alt="" width="737" height="421" class=" wp-image-18721" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Von-der-Hoelle-mit-einem-narzisstisch-akzentuierten-Menschen-zum-Himmel-ohne-ihn-von-Narz-mich-nicht.webp 1792w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Von-der-Hoelle-mit-einem-narzisstisch-akzentuierten-Menschen-zum-Himmel-ohne-ihn-von-Narz-mich-nicht-300x171.webp 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Von-der-Hoelle-mit-einem-narzisstisch-akzentuierten-Menschen-zum-Himmel-ohne-ihn-von-Narz-mich-nicht-768x439.webp 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/11/Von-der-Hoelle-mit-einem-narzisstisch-akzentuierten-Menschen-zum-Himmel-ohne-ihn-von-Narz-mich-nicht-1536x878.webp 1536w" sizes="(max-width: 737px) 100vw, 737px" /><p id="caption-attachment-18721" class="wp-caption-text">Bild von der KI für Narz mich nicht erstellt</p></div>
<h2>Fazit: Ein Neuanfang nach der Trennung von einem narzisstisch akzentuierten Menschen ist wie der Weg aus der Hölle zum Himmel</h2>
<p>Der Weg aus einer narzisstischen Beziehung gleicht einem Phoenix, der aus der Asche steigt. Es ist ein harter, schmerzhafter Prozess, der jedoch am Ende mit einer tiefen Selbstakzeptanz, innerer Freiheit und einem neuen Bewusstsein für die eigenen Werte belohnt wird. Betroffene, die diesen Weg gehen, durchleben die Hölle der Manipulation, Abhängigkeit und des emotionalen Missbrauchs, doch am Ende erwartet sie ein Himmel voller Selbstliebe, Stärke und Freiheit.</p>
<p><strong>Wenn Sie selbst auf diesem Weg sind, denken Sie bitte daran: Sie sind nicht allein! Es gibt Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und die Ihnen zur Seite stehen können. Wir von Narz mich nicht® sind den Weg &#8222;Hölle &#8211; Himmel&#8220; selbst gegangen und begleiten seit 5 Jahren Menschen sehr erfolgreich aus der Hölle hin zu ihrem Himmel. </strong></p>
<p><strong>Nehmen Sie sich die Zeit, seien Sie geduldig und haben Sie Mitgefühl mit sich selbst – Sie sind auf einem Weg, der Sie nicht nur heilt, sondern Sie zu der besten Version Ihrer selbst machen kann.</strong></p>
<p>Wenn Sie sich ein kostenloses Klarheitsgespräch wünschen &#8211; <strong><a href="https://narz-mich-nicht.de/buchungskalender-fuer-eine-kostenlose-erstberatung" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #00ccff;">HIER</span></a></strong> kommen Sie zu unserem Kalender.</p>
<h2>Ich bin <a href="https://narz-mich-nicht.de/regina-schrott" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #00ccff;"><strong>Regina Schrott</strong></span></a>, Gründerin von Narz mich nicht®</h2>
<p>Ich bin zertifizierte Mediatorin &amp; systemischer Coach und seit 5 Jahren Expertin auf dem Gebiet Narzissmus, funktionale Beziehungsstörungen und toxische Familiensysteme. Als Autorin halte ich darüber Vorträge und Seminare im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>Ich war selbst 15 Jahre in einer toxischen Beziehung mit Kind und kämpfte in 9 Gerichtsverfahren für das Wohl unseres Kindes gegen die Ignoranz psychischer Gewalt.</p>
<p>Man hat mir als Österreicherin in Deutschland das Aufenthaltbestimmungsrecht meines Kindes weggenommen, weil man sich von den theatralischen Lügengeschichten der Gegenseite beeindrucken ließ. Dr. Jekyll &amp; Mr Hyde per excellence…</p>
<p><strong>Und ich war nicht unschuldig an unserer dysfunktionalen Beziehungsstörung:</strong> <strong>Als coabhängige <em>Echo </em>ließ ich mit mir machen, was längst ein klares Stopp verlangt hätte, und meine Selbstverantwortung!</strong></p>
<p>Heute bin ich glücklich verheiratet und lebe mit meinem Kind (mit 14 Jahren schon mehr Teenager) genau das Familienlieben, das ich uns immer gewünscht habe. Mein Kind und ich haben eine innige, vertrauensvolle Verbindung. Wir sind durch die Trennung und unseren Weg gemeinsam stark geworden.</p>
<p>Wenn Sie mit einem narzisstischen Elternteil gemeinsame Kinder haben, dann habe ich <strong><span style="color: #00ccff;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/wir-helfen-eltern" target="_blank" style="color: #00ccff;" rel="noopener">HIER</a> </span></strong>etwas für Sie.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/neuanfang-nach-der-trennung-von-einem-narzisstisch-akzentuierten-menschen-der-weg-aus-der-hoelle-zum-himmel">Neuanfang nach der Trennung von einem narzisstisch akzentuierten Menschen: Der Weg aus der Hölle zum Himmel</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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		<title>frei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Schrott]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 11:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[frei]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gewaltfreie Beziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Bonus Blogbeitrag frei &#8211; passend zu unserem Sommerthema FREIHEIT bei Narz mich nicht® &#8211; nimmt sich die Freiheit, ein Gedicht zu sein. Von allen Blogbeiträgen auf unserer Webseite ist er der erste seiner Art als Blogbeitrag Nr. 109. Regina Schrott hat dieses Gedicht erst gestern Abend verfasst. Es ist<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/frei"> Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/frei">frei</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Bonus Blogbeitrag <strong>frei &#8211; </strong>passend zu unserem Sommerthema FREIHEIT bei Narz mich nicht® &#8211; nimmt sich die Freiheit, ein Gedicht zu sein. Von allen Blogbeiträgen auf unserer Webseite ist er der erste seiner Art als <strong>Blogbeitrag Nr. 109.</strong> Regina Schrott hat dieses Gedicht erst gestern Abend verfasst. Es ist damit ihr 52. Blogbeitrag auf unserer Seite.</p>
<p>Damit Sie auch den Rhythmus des Gedichtes auf sich wirken lassen können, haben wir das Gedicht für Sie eingelesen. Sie können es also hören und lesen und gerne unterhalb kommentieren. Die Vertonung finden Sie unter dem Gedicht.</p>
<h2><strong>frei</strong></h2>
<p>als ich ging</p>
<p>vor vielen jahren</p>
<p>war ich frei</p>
<p>mich zu entscheiden</p>
<p>ob ich bleibe</p>
<p>oder geh</p>
<p>und dann</p>
<p>ohne mann</p>
<p>lieber frei und bei mir bin</p>
<p>ich war frei</p>
<p>mir mitzunehmen</p>
<p>was mein eigen war</p>
<p>ich ließ los</p>
<p>was ich nicht brauchte</p>
<p>und auch darin war ich frei</p>
<p>was ich tue</p>
<p>was ich mache</p>
<p>was ich sage</p>
<p>ob ich lache</p>
<p>ich bin frei</p>
<p>in den kalten winternächten</p>
<p>war ich frei</p>
<p>mich selbst zu halten</p>
<p>oder eben nicht</p>
<p>ich bin frei wenn ich mich wehre</p>
<p>und auch wenn ich mich verzehre</p>
<p>wenn ich denke</p>
<p>wenn ich weine</p>
<p>ob ich leide oder nicht</p>
<p>int‘ressiert die freiheit nicht</p>
<p>heute sah ich auf der straße</p>
<p>einen mann auf einer matte</p>
<p>wie er frei mit nichts als sich</p>
<p>winkte, lachte und sich dabei</p>
<p>vielleicht dachte</p>
<p>frei bin ich &#8211; freier noch als du</p>
<p>die im auto</p>
<p>durch den stau</p>
<p>unfrei sich von a nach b</p>
<p>nicht bewegte</p>
<p>sondern stand</p>
<p>und sich fragte</p>
<p>ob wohl dieser mann</p>
<p>vielleicht freier ist als sie</p>
<p>ich bin frei</p>
<p>mich aufzugeben</p>
<p>oder mich im trott des alltags</p>
<p>einzufügen</p>
<p>ich bin frei</p>
<p>wenn ich das heute so</p>
<p>und morgen anders seh‘</p>
<p>ob ich weile oder eile</p>
<p>ob ich treibe oder schweige</p>
<p>ob ich rede, rede, rede</p>
<p>und dabei doch gar nichts sage</p>
<p>ich bin frei</p>
<p>dir zu helfen</p>
<p>zu ertragen</p>
<p>was für dich zu schwer</p>
<p>und ich lass es einfach los</p>
<p>wenn es sich nicht lösen lässt</p>
<p>denn auch darin bin ich frei</p>
<p>wie ich mich kleide</p>
<p>ob ich gefalle</p>
<p>oder für andere nur gefällig bin</p>
<p>ob ich mir selbst genüge</p>
<p>oder den anderen zu viel, zu laut oder zu üppig bin</p>
<p>ich bin frei</p>
<p>ich bin frei</p>
<p>stopp zu sagen</p>
<p>oder weiter</p>
<p>denn ich setze meine grenzen</p>
<p>und du darfst</p>
<p>die deinen setzen</p>
<p>du bist frei</p>
<p>mich zu nehmen</p>
<p>wie ich bin</p>
<p>mich zu lieben und zu achten</p>
<p>wie ich will</p>
<p>wann ich will</p>
<p>und ob ich will</p>
<p>und ich lass dir deine freiheit</p>
<p>denn sie ist dein gutes recht</p>
<p>wie sie meines ist</p>
<p>an den grenzen unsrer freiheit</p>
<p>lernen wir die toleranz</p>
<p>die an werten und an regeln</p>
<p>in ein neues freisein wächst</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>© Regina Schrott</em></span></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Freiheit.mp3"><strong>Hier kommen Sie zur Vertonung des Gedichts.</strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Trenner-Voegel.png" alt="" width="1920" height="100" class="alignnone size-full wp-image-17961" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Trenner-Voegel.png 1920w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Trenner-Voegel-300x16.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Trenner-Voegel-768x40.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Trenner-Voegel-1536x80.png 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Insgesamt hat <a href="https://narz-mich-nicht.de/regina-schrott" target="_blank" rel="noopener"><strong>Regina Schrott</strong></a> (Gründerin von Narz mich nicht®) bereits <strong>52</strong> Blogbeiträge für unsere Initiative für gewaltfreie Beziehungen geschrieben. Hier ein kleiner Querschnitt, der Sie vielleicht interessieren könnte:</p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/das-deutsche-rechtssystem-und-der-narzissmus" target="_blank" rel="noopener"><strong>Das (deutsche) Rechtssystem und der Narzissmus</strong></a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/sexualitaet-im-narzisstischen-kontext" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sexualität im narzisstischen Kontext</strong></a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/der-uebermut-des-vertrauens" target="_blank" rel="noopener"><strong>Der Übermut des Vertrauens</strong></a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/der-wutschluessel" target="_blank" rel="noopener"><strong>Der Wutschlüssel</strong></a></p>
<p>Darüber hinaus hat Regina Schrott auch Bücher zur Thematik geschrieben, die wir Ihnen gerne ans Herz legen möchten. Darunter u.a. <strong><a href="https://amzn.to/3T1bJzI" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Das Innere Kind im Dramakarussell&#8220;</a> </strong>und <strong><a href="https://amzn.to/3SY445h" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Narzissmus ist anstrengend&#8220;</a></strong>, das in Kooperation mit Eva Nikolov-Bruckner entstanden ist. Sie finden ihre Bücher im <strong><a href="https://narz-mich-nicht.de/empathie-verlag" target="_blank" rel="noopener">EMPATHIE Verlag.</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/frei">frei</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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		<title>Kunst &#8211; Freiheit</title>
		<link>https://narz-mich-nicht.de/blog/kunst-freiheit</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Schrott und Henning Glasmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Aug 2024 21:58:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Berührung]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Regina Schrott]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jolly]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Blogbeitrag über Kunst &#8211; Freiheit von Regina Schrott und Henning Glasmacher entstand im Garten der beiden. Sie saßen nebeneinander und schrieben ihre Texte unabhängig voneinander. Beide wussten nicht genau, was der andere schreibt. Passend zum Thema Kunst &#8211; Freiheit! Wir haben die beiden Texte ineinander geschachtelt – links der<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/kunst-freiheit"> Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/kunst-freiheit">Kunst &#8211; Freiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Dieser Blogbeitrag über Kunst &#8211; Freiheit von Regina Schrott und Henning Glasmacher entstand im Garten der beiden. Sie saßen nebeneinander und schrieben ihre Texte unabhängig voneinander. Beide wussten nicht genau, was der andere schreibt. Passend zum Thema Kunst &#8211; Freiheit! Wir haben die beiden Texte ineinander geschachtelt – links der von Regina Schrott, rechts der von Henning Glasmacher.</p>
<hr />
<h2 style="text-align: right;">Freiheit ist für mich eine Entscheidung</h2>
<p style="text-align: right;">Warum meine ich, dass Freiheit eine Entscheidung ist? Grundsätzlich ist zu vermerken, dass es abhängig davon ist, wo ich mich befinde. In welchem Land ich lebe &#8211; ob in einer Diktatur oder in einer anderen Art von Vorgaben. Allerdings auch nur bedingt, denn zu der Entscheidung für Freiheit kommen weitere Faktoren, auf die ich hier eingehen werde. Es kann durchaus überheblich wirken, am Ende werden Sie aber feststellen, dass dem nicht so ist. Wenn Sie genau lesen und verstehen, was ich Ihnen mitteilen möchte.</p>
<p style="text-align: right;">Als erstes möchte ich auf die Thematik der Situation, die Entscheidung für die Freiheit wählen zu können, eingehen. Wir sind heute Nachmittag nach einem Wochenenden in Venedig zurückgekommen. Der Grund unseres Besuchs in Venedig war die Biennale, die alle zwei Jahre stattfindet. Das Thema dieser <strong>60. Biennale war &#8222;Foreigners everywhere&#8220;</strong> &#8211; Ausländer überall. Auch wir sind Ausländer in Italien gewesen, beim Besuch der Biennale.</p>
<div id="attachment_17868" style="width: 684px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17868" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Warawa-Wawa_Fotograf-River-Claure-1920x1511.jpeg" alt="" width="674" height="530" class=" wp-image-17868" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Warawa-Wawa_Fotograf-River-Claure-1920x1511.jpeg 1920w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Warawa-Wawa_Fotograf-River-Claure-300x236.jpeg 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Warawa-Wawa_Fotograf-River-Claure-768x605.jpeg 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Warawa-Wawa_Fotograf-River-Claure-1536x1209.jpeg 1536w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Warawa-Wawa_Fotograf-River-Claure.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 674px) 100vw, 674px" /><p id="caption-attachment-17868" class="wp-caption-text">Warawa Wawa &#8211; Fotograf River Claure</p></div>
<p style="text-align: right;">Mich haben die Installationen von Menschen am meisten berührt, die in unterschiedlichen Ländern für Ihre Freiheit kämpfen. Menschen, die in Ländern leben, die eine schwierige politische Lage haben. Regime, die es nicht zulassen, dass die Menschen eine eigene Meinung haben. Länder, die von Menschen geführt werden, die nicht wollen, dass die Landsleute sich für die Freiheit entscheiden. Dafür kämpfen die Menschen, die dort beheimatet sind, teilweise mit ihrem eigenen Leben.</p>
<h2 style="text-align: right;">Es waren Videos von Kämpfen zu sehen</h2>
<p style="text-align: right;">Von Menschen die auf der Straße beteten. Von Menschen die über ihre Situation gesprochen haben. Von Menschen die völlig erschöpft gewesen und fast gestorben sind. Dann gab es Videoinstallationen von Menschen, die ihren Fluchtweg auf eine Landkarte gezeichnet haben. Die Videos liefen parallel und alle waren unterschiedlich. Eines hatten sie aber gemeinsam: Es wurde gezeigt, wie schwer es für manche Menschen ist, sich für die Freiheit zu entscheiden. Den einen, weil es einfach nicht möglich ist; den anderen, weil die Ausweise es nicht erlauben oder die Menschen einfach gar keine Ausweise haben und somit ihr Land nicht verlassen können.</p>
<div id="attachment_17875" style="width: 760px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17875" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Reisewege-1920x865.jpeg" alt="" width="750" height="338" class="size-large wp-image-17875" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Reisewege-1920x865.jpeg 1920w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Reisewege-300x135.jpeg 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Reisewege-768x346.jpeg 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Reisewege-1536x692.jpeg 1536w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Reisewege.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><p id="caption-attachment-17875" class="wp-caption-text">Fluchtwege</p></div>
<h2>Kunst ist subjektiv, von Subjekten für Subjekte geschaffen…</h2>
<p>Ich habe Kunstgeschichte studiert. Das heißt auch gar nichts. Genauso könnte ich jetzt schreiben, dass ich im Nagelstudio arbeite und Katzenvideos poste. Vermutlich würde ich damit sogar mehr Aufrufe erhalten, als wenn ich über Kunst und Narzissmus schreibe. Genauso irrelevant ist es, wer ich bin oder wofür ich mich halte, wenn ich Kunst betrachte, interpretiere und mir mein eigenes Urteil darüber mache.</p>
<p><em>„Kunst muss man nicht verstehen“</em>, habe ich neulich gehört und mich innerlich gewehrt, denn wozu dann Kunst überhaupt, wenn sie nicht (richtig) verstanden werden möchte? Wenn sie ohne Message, ohne Aussage für sich steht, ist sie dann nicht pure Selbstdarstellung oder sogar Selbstzweck in ihrer eigenen Realitätsblase? Führt Kunst dann nicht bloß einen Monolog im seltsamsten Fall mit sich selbst, weil sie sich selbst genügt? Das ist für mich wie Gesang unter der Dusche, wissend, dass nicht einmal die Nachbarn zu Hause sind, die sich daran erfreuen oder stören könnten…</p>
<h2>Ist das dann überhaupt Kunst?</h2>
<p>Vor allem dann, wenn sie sich in die Öffentlichkeit stellt, wie bei der Biennale in Venedig oder den Olympischen Spielen in Paris&#8230;</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Bevor wir nach Venedig reisten, um die Biennale zu besuchen, bin ich im Kiosk nebenan gewesen und kam mit der Frau und ihrem Mann ins Gespräch. Die beiden führen den Kiosk seit vielen Jahren. Beide kommen aus dem Iran. Über die Nachfrage, wie und ob sie schon Urlaub hatten, kamen wir ins Gespräch über ihr Leben in Deutschland. Ich fragte die beiden, ob sie damals gerne ihr Land verlassen haben. Beide bejahten meine Frage mit den Worten: <em>„Damals im Iran waren die Lebensumstände so schlecht, dass jede andere Entscheidung eine bessere war.“</em></p>
<p style="text-align: right;">Sie sagten auch, dass sie durchaus eher privilegiert gewesen sind und damit die Ausreise leichter war. Es besteht noch Kontakt zu Menschen, die dortgeblieben sind. Einige von ihnen aus fehlenden Mitteln, andere aus Verbundenheit zum Land oder deren Glauben.</p>
<h2 style="text-align: right;">Sie haben an keinem Tag ihre Entscheidung für die Freiheit bereut</h2>
<p style="text-align: right;">&#8230; und das obwohl oder weil sie aus einem Land gekommen sind, welches nicht wollte, dass „deren“ Menschen es verlassen.</p>
<hr />
<p>Um auf das Beispiel mit dem Gesang unter der Dusche ohne Nachbarn zurückzukommen… würde ich mich dabei filmen und es anschließend auf Social Media posten, ist es dann Kunst? Wenn ich mich dann über öffentliche Kritik ärgern würde, wäre das dann nicht <em>grund</em>seltsam?</p>
<p>Ich mache etwas, veröffentliche es und verweigere den Dialog oder akzeptiere nur Applaus oder bin sogar so arrogant, dass mir selbst der Applaus egal ist. Wie narzisstisch wäre dies dann?</p>
<h2>Kunst – Freiheit</h2>
<p>Wenn sich Kunst alle, wirklich alle Freiheiten nehmen darf und soll, wer nimmt dann der Öffentlichkeit das Recht, diese auch zu kritisieren? Oder hat Kritik – gleich ob negativ oder positiv – nicht alle Freiheiten?</p>
<p>Ich hadere, ja ich hadere und deshalb stelle ich so viele Fragen. Denn auch dieser Blogbeitrag, den ich zum ersten Mal zusammen mit meinem Ehemann schreibe, steht nun in der Öffentlichkeit – wie übrigens fast alles, was wir tun.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Ich streue jetzt auch eine Frage hier ein. Eine Frage, bei der sie sich vermutlich wundern werden, was diese mit Freiheit zu tun hat. Ich beantworte diese etwas später und Sie dürfen oder auch nicht &#8211; auch das ist Ihre Entscheidung &#8211; darüber nachdenken oder das Ergebnis direkt suchen.</p>
<h2 style="text-align: right;">Wissen Sie, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie als Mensch auf der Welt sind und jetzt diesen Text lesen?</h2>
<p style="text-align: right;">Haben Sie sich diese Frage noch nie gestellt? Wenn nein, dann prima, denn jetzt ist Sie in Ihrem Kopf und Sie werden sicherlich darüber nachdenken. Geben Sie einen Tipp ab, einfach so, als würden Sie Lotto spielen. Schreiben die erste Zahl, die Ihnen in den Sinn kommt auf einen Zettel. Um Sie zu beruhigen, es gibt nur wenige Menschen, die dies wissen. Die Antwort ist aber entscheidend für die Entscheidung zur Freiheit an sich&#8230;</p>
<hr />
<p>Auf der 60. Biennale in Venedig berührte mich besonders ein Bild von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Safet_Zec" target="_blank" rel="noopener">Safet Zec</a>, das eine Mutter mit ihrem toten Kind zeigt. Ich musste weinen, als ich den kleinen blauen Schuh sah, weil ich mir vorgestellt habe, wie dieses Kind in diesen blauen Schuhen gehen lernte, seine ersten mutigen Schritte tat, vielleicht tanzte und dann plötzlich war alles vorbei. Sein Leben genauso wie sein Weg, den es nun nicht mehr weiter tanzen kann&#8230;</p>
<div id="attachment_17879" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17879" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Mutter-mit-Kind.jpg" alt="" width="578" height="1283" class=" wp-image-17879" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Mutter-mit-Kind.jpg 721w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Mutter-mit-Kind-135x300.jpg 135w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Mutter-mit-Kind-692x1536.jpg 692w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-17879" class="wp-caption-text">Gemälde von Safet Zec</p></div>
<h2>Dieses Bild im Venezia Pavillon haute mich emotional um</h2>
<p>Henning gar nicht. Er hatte nicht einmal Lust, sich das Bild länger anzuschauen. Henning berührte die Ausstellung im (Ex)Jugoslawien Pavillon, die Fremdheit in Europa zeigte.</p>
<p>Freudig berührte mich das Ausstellungsobjekt von Erick Meyenberg: ein weißer Tisch mit weißer Tonkunst und einem Stuhl mit unzähligen abgebrannten Kerzen und einer Videoinstallation, die Naturbilder zeigte und Menschen. Das war so schön gemacht, weil sich für mich Fremdheit und miteinander Einssein bei einem gemeinsamen Mahl ergänzten.</p>
<p>Anders der &#8222;Götter des Olymps&#8220; &#8211; Tisch auf der Seine mitten in Paris als Zitat des letzten Abendmahls von Leonardo da Vinci zur Eröffnung der Olympischen Spiele dieses Jahr (Künstlerischer Leiter: Thomas Jolly). Da war mir alles fremd und es fehlte mir der Bezug zum Thema Sport. Ich verstand die sicher nicht zufällig gewählte Assoziation der queeren Menschengruppierung zum Letzten Abendmahl nicht, außer vielleicht als pure Provokation. Insofern also doch Dialog-Kunst, weil es nicht nur mich, sondern unüberraschend viele Menschen unangenehm berührt hat, ja fast wütend machte. Wieso <em>eigentlich</em> und wieso findet man das Video davon nun nicht mehr im Internet?</p>
<div id="attachment_17882" style="width: 704px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17882" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Letztes-Abendmahl-der-Olympischen-Spiele-2024-Kuenstlerischer-Leiter-Thomas-Jolly.png" alt="" width="694" height="373" class="size-full wp-image-17882" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Letztes-Abendmahl-der-Olympischen-Spiele-2024-Kuenstlerischer-Leiter-Thomas-Jolly.png 694w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Letztes-Abendmahl-der-Olympischen-Spiele-2024-Kuenstlerischer-Leiter-Thomas-Jolly-300x161.png 300w" sizes="(max-width: 694px) 100vw, 694px" /><p id="caption-attachment-17882" class="wp-caption-text">Eröffnungsperformance der Olympischen Spiele 2024 in Paris als Letztes Abendmahl &#8211; Künstlerischer Leiter Thomas Jolly</p></div>
<h2>Darf Kunst den sportlichen Wettkampf zum gesellschaftlichen Wettkampf benützen oder vielleicht sogar missbrauchen?</h2>
<hr />
<p style="text-align: right;">Um zurückzukommen zur Biennale, denn dort hat es mich persönlich fast zu Tränen gerührt und zu der Entscheidung gebracht, diesen Blogbeitrag mit meiner Ehefrau zu schreiben. Die Menschen, die keine Chance haben, sich für die Freiheit entscheiden zu können, kämpfen für ein Grundrecht, welches ihnen von anderen geraubt wird. Andere entscheiden darüber, wo und wie sie leben sollen und dürfen. Wann und ob sie etwas zu essen oder zu trinken bekommen. Wen sie wählen sollen oder vielleicht auch dürfen. Wobei diese Wahlen meistens kaum demokratisch sind, und anders ausgehen als von den WählerInnen gehofft. Es gibt noch viele andere Gründe, warum diese Menschen sich nicht für die Freiheit entscheiden können. Daran gibt es keinen Zweifel.</p>
<div id="attachment_17873" style="width: 588px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17873" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/liebe-dich-zu-tiefst-und-akzeptiere_Installation-Manal-al-Dowayan.jpeg" alt="" width="578" height="578" class=" wp-image-17873" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/liebe-dich-zu-tiefst-und-akzeptiere_Installation-Manal-al-Dowayan.jpeg 1564w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/liebe-dich-zu-tiefst-und-akzeptiere_Installation-Manal-al-Dowayan-300x300.jpeg 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/liebe-dich-zu-tiefst-und-akzeptiere_Installation-Manal-al-Dowayan-150x150.jpeg 150w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/liebe-dich-zu-tiefst-und-akzeptiere_Installation-Manal-al-Dowayan-768x768.jpeg 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/liebe-dich-zu-tiefst-und-akzeptiere_Installation-Manal-al-Dowayan-1536x1536.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><p id="caption-attachment-17873" class="wp-caption-text">liebe dich zu tiefst und akzeptiere &#8211; Installation von Manal al Dowayan</p></div>
<p style="text-align: right;">Sie, die diesen Artikel lesen, haben aber vermutlich die Möglichkeit, sich für die Freiheit zu entscheiden. Und jetzt kommt mein persönlicher Appell an Sie, der mir so sehr bewusstwurde, als ich die Darstellungen der anderen Menschen gesehen habe:</p>
<h2 style="text-align: right;">Nutzen Sie Ihre Chance, der freien Entscheidung</h2>
<p style="text-align: right;">Sie haben es in der Hand, sich aus Verbindungen zu lösen, die Ihnen nicht guttun. Es ist sogar, meiner Meinung nach, Ihre/unsere Pflicht, dies zu tun. Denn wer, wenn nicht wir, <em>müssen</em> uns sogar dafür entscheiden. Für unser Leben, für das unserer Kinder, für das unserer Angehörigen und vor allem auch für die Menschen, die keine Chance auf Freiheit haben. Denn, wenn wir Freiheit nicht vorleben, wird sich auch nichts ändern. Wir leben meistens in einer &#8211; zumindest halbwegs &#8211; liberalen Demokratie, die per Gesetz die Möglichkeit der Freiheit bereithält.</p>
<h2 style="text-align: right;">Es ist mir wichtig, dass Sie die Entscheidung für Ihre Freiheit in Anspruch nehmen</h2>
<p style="text-align: right;">Mit all den Konsequenzen, mit all den vermeintlichen Hürden. Bitte setzen Sie Ihre Möglichkeit ins Verhältnis der Menschen, die es nicht können. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, melden Sie sich bei uns. Aber nur dann, wenn Sie es wirklich von ganzem Herzen wollen. Auch mit den Herausforderungen die vielleicht kommen werden. Am Ende, und das kann ich Ihnen garantieren, wird es für Sie besser sein als zuvor. Denn, wenn es anders wäre, würden Sie vielleicht nicht darüber nachdenken, wie Sie <em>in</em> Ihre Freiheit kommen. Sollten Sie dort sein, herzlichen Glückwunsch. Sie sind vielen anderen Menschen nicht nur einen, sondern gleich viele Schritte voraus.</p>
<hr />
<h2>Kunst braucht eine Bühne</h2>
<p>Insbesondere Auftragskunst, sonst ergibt sie so gar keinen Sinn. Ich kann Kunst auch nur für mich machen, im stillen Kämmerlein, nach dem Motto: Stell‘ dir vor, ich mache Kunst und keiner weiß es. Wenn mich dann und <em>nur</em> mich meine Kunst berührt, bin ich auch im Dialog. Halt nur mit mir selbst und wen juckt‘ s?!?</p>
<p>Wenn Kunst ein Auditorium zur Verfügung gestellt wird und ein bestimmtes Thema umgesetzt werden soll, hat Kunst dann die Freiheit, ungeachtet der Öffentlichkeit, zu machen, was sie will?</p>
<h2>Kann Kunst versagen?</h2>
<p>Im Falle der Eröffnungsperformance bei den Olympischen Spielen in Paris hat sie das, meiner Meinung nach, oder auch nicht. Wenn der Auftrag der Künstler war, verstört alle, hat sie nicht versagt. Wenn der Auftrag war, zeigt der Welt, dass queere Menschen ein neues Miteinander, in der alle Platz haben, auch Heteros, hat sie versagt. Denn Ausschluss ist nicht Gemeinschaft.</p>
<p>Wer christlich ist und den Sinn des letzten Abendmahls kennt, weiß, was danach am Ölberg passierte.</p>
<p>Wenn das Letzte Abendmahl bei den Olympischen Spielen ein Auftakt zu unfairen Kämpfen sein sollte – wo Männer als Frauen gegen Frauen boxen und sie k.o. schlagen – könnte es auch als Kritik am Reglement der Olympischen Spiele gedeutet werden.</p>
<h2>Kunst will verstanden sein</h2>
<p>Natürlich habe auch ich als Betrachterin (und studierte Kunsthistorikerin) Freiheit in der Kritik. Ich betrachte etwas und kreiere im Grunde dadurch schon wieder etwas Neues. Somit ist Kunst, ob sie will oder nicht, ein Dialog.</p>
<p>Kunst ohne Aussage, die keinen Anspruch hat, verstanden werden zu wollen, ist arrogant. Sie genügt sich selbst, ist reiner Selbstzweck. Sie nimmt sich selbst die Chance, (andere) zu berühren. Das macht sie hohl und leer und sinnlos. Es ist narzisstische Kunst, die nur um sich selbst kreist, ohne Dialog mit jenen, die davorstehen und irritiert sind oder sich nicht angesprochen fühlen.</p>
<h2>Wozu macht sich Kunst überhaupt die Mühe, wenn es ihr nicht um Verständnis ginge?</h2>
<p>Vielleicht ist das assozierte Zitat des Letzten Abendmahls bei den Olympischen Spielen nur ein Missverständnis. Vielleicht habe ich auch das Bild mit der Mutter und dem toten Kind missverstanden. Vielleicht lacht die Mutter und dem Kind ist nach einem Badetag einfach nur kalt. Deshalb der blaue Schuh, der ist in Wahrheit ein Plastikschuh. Die Bildbeschreibung des Künstlers Safet Zec sagt allerdings etwas anderes aus. Ich habe also mit meiner Berühtheit die Aussage seines Bildes verstanden. Durch sein Werk und meine Tränen geschah Dialog &#8211; Berührung.</p>
<p>Der Künstlerische Leiter Thomas Jolly beschreibt (oder rechtfertigt?) seine &#8222;Götter des Olymp&#8220; &#8211; Performance bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 wie folgt:</p>
<blockquote><p><em>„Unser Ziel war die Inklusion. Ich habe mich auf die künstlerische Freiheit berufen. Mein Ziel ist es nicht, subversiv zu sein oder mich über Dinge lustig zu machen oder zu schockieren. Ich wollte einfach zeigen, dass es ein großes &#8218;Wir› gibt.“ </em>(Quelle: watson)</p></blockquote>
<p>Damit wurde das Thema verfehlt oder falsch interpretiert und die große Chance verpasst, auf der Weltbühne der Olympischen Spiele mitten in Paris zu zeigen, dass queere Menschen das Zeug dazu haben, die Welt und unser soziales Miteinander verändern zu wollen.</p>
<p>Stattdessen postuliert sie eine weitere narzisstische Blase unserer Gesellschaft, die ein wirkliches Wir bis auf Weiteres unmöglich macht. Schade.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Auslaender-ueberall.jpeg" alt="" width="719" height="404" class="size-full wp-image-17869 aligncenter" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Auslaender-ueberall.jpeg 719w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Auslaender-ueberall-300x169.jpeg 300w" sizes="(max-width: 719px) 100vw, 719px" /></p>
<p><strong>Weitere Blogbeiträge von Regina Schrott zum Thema Gesellschaft und Kunst finden Sie hier:</strong></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/echo-leben-sie-schon-oder-echoisten-sie-noch" target="_blank" rel="noopener">Leben Sie schon oder echoisten Sie noch?</a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/klar-bin-ich-mit-einem-narzissten-zusammen" target="_blank" rel="noopener">Klar bin ich mit einem Narzissten zusammen</a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/macht-toxik-schoen" target="_blank" rel="noopener">Macht Toxik schön?</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Regina-Schrott-auf-der-Biennale-in-Venedig.jpg" alt="" width="504" height="1118" class="alignnone wp-image-17880" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Regina-Schrott-auf-der-Biennale-in-Venedig.jpg 721w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Regina-Schrott-auf-der-Biennale-in-Venedig-135x300.jpg 135w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Regina-Schrott-auf-der-Biennale-in-Venedig-692x1536.jpg 692w" sizes="(max-width: 504px) 100vw, 504px" /></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Weitere Blogbeiträge von Henning Glasmacher über Freiheit und Narzissmus finden Sie hier:</strong></p>
<p style="text-align: right;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/freiheit-und-narzissmus" target="_blank" rel="noopener">Freiheit und Narzissmus</a></p>
<p style="text-align: right;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/mein-narz-und-ich" target="_blank" rel="noopener">Mein Narz und ich</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Henning-im-Licht-auf-der-Biennale-in-Venedig-1081x1920.jpg" alt="" width="455" height="809" class="wp-image-17878 alignright" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Henning-im-Licht-auf-der-Biennale-in-Venedig-1081x1920.jpg 1081w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Henning-im-Licht-auf-der-Biennale-in-Venedig-169x300.jpg 169w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Henning-im-Licht-auf-der-Biennale-in-Venedig-768x1364.jpg 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Henning-im-Licht-auf-der-Biennale-in-Venedig-865x1536.jpg 865w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/08/Henning-im-Licht-auf-der-Biennale-in-Venedig.jpg 1153w" sizes="(max-width: 455px) 100vw, 455px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/kunst-freiheit">Kunst &#8211; Freiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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		<title>Freiheit schmeckt nach Vanilleeis mit heißen Himbeeren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nici Bühlmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jul 2024 08:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freiheit. Ich lege mir das Wort auf die Zunge und ziehe es lang &#8230;Freiiii…heeeeeiiiiiiiit. Freiheit schmeckt nach Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Zwei Komponenten die zusammenkommen und glücklich machen. Frei sein, sich in Freiheit bewegen können, Frieden, Selbstbestimmung, für jeden kann und wird Freiheit etwas Anderes bedeuten. Und alles ist gleichwertig<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/freiheit-wie-vanilleeis-mit-heissen-himbeeren"> Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span data-contrast="auto">Freiheit. Ich lege mir das Wort auf die Zunge und ziehe es lang &#8230;Freiiii…heeeeeiiiiiiiit. Freiheit schmeckt nach Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Zwei Komponenten die zusammenkommen und glücklich machen. Frei sein, sich in Freiheit bewegen können, Frieden, Selbstbestimmung, für jeden kann und wird Freiheit etwas Anderes bedeuten. Und alles ist gleichwertig und gleichzeitig. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span data-contrast="auto">Für mich schmeckt insbesondere Freiheit nach Missbrauch nach Vanilleeis mit heißen Himbeeren </span></h2>
<p><span data-contrast="auto">Weil ich nach meiner langen krankhaften Hungerei im gesunden Zustand als Erstes genau das gegessen habe. Mit Genuß, ohne Scheu und ohne schlechtes Gefühl. Süsse , warme, ummantelnde Freiheit.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Freiheit-schmeckt-nach-Vanilleeis-mit-Himmbeeren.png" alt="" width="764" height="430" class="wp-image-17727 aligncenter" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Freiheit-schmeckt-nach-Vanilleeis-mit-Himmbeeren.png 1920w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Freiheit-schmeckt-nach-Vanilleeis-mit-Himmbeeren-300x169.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Freiheit-schmeckt-nach-Vanilleeis-mit-Himmbeeren-768x432.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Freiheit-schmeckt-nach-Vanilleeis-mit-Himmbeeren-1536x864.png 1536w" sizes="(max-width: 764px) 100vw, 764px" /></p>
<p><span data-contrast="auto">Ganz klar, nach meinem narzisstischen Missbrauch hat mir kein Eis helfen können. Da war zum Beispiel Selbstwert und Wiederaufbau Teil des „Freiwerdens“. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Zum großen Glück bin ich in der Zeit auf dem Boden meines Ichs gelandet und habe den Mut gehabt für mich einzustehen. <em>„Narzisst entziehen&#8220;</em> war meine Google Suchanfrage und ich fand Narz mich nicht® und <span style="color: #ff6600;"><strong><a href="https://narz-mich-nicht.de/regina-schrott" target="_blank" style="color: #ff6600;" rel="noopener">Regina Schrott</a></strong></span>. Ich bin mir sicher, dass diese unglaubliche Frau mir auf mehreren Arten das Leben gerettet hat. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich glaube, dass ich mich auf die Suche gemacht habe, war meine Hoffnung auf ein Ende des Horrors. </span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span data-contrast="auto">Ein Neuanfang ohne Missbrauch &#8211; frei werden </span></h2>
<p><span data-contrast="auto">Und bekommen habe ich: <strong>MICH!</strong> Noch nicht ganz und gar vollständig, aber <strong>mein Weg ist mein Ziel.</strong></span><strong> </strong></p>
<p><span data-contrast="auto">Heute morgen fiel mir brennend heiss ein, dass ich diesen Text schon gestern Abend schicken wollte. Ich hatte einfach zu viel zu tun, der Alltag hat mich zu fest in seine Daumenschrauben gedrückt. Frei war das freilich nicht, eher stressig, überwältigend, anstrengend. Alles Adjektive, die nicht positiv sind, auf den ersten Blick.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">ABER &#8211; die Freiheit auch gestresst, vergesslich oder angestrengt zu sein, ist für mich auch ein Geschenk. Denn so darf ich die Gegensätze auch in mein Leben lassen. Entspannt, ruhig, <em>im flow.</em> </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Es gibt Menschen, denen geht es vielleicht nicht so gut . Sie können nicht im Gleichgewicht bleiben, sind krank oder tief traurig und haben nicht die Möglichkeit, nicht die Freiheit, gestresst sein zu können oder entspannt. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<h2 style="text-align: center;"><span data-contrast="auto">Die Möglichkeit ist unsere Freiheit.<br />
Die Wahl. Die Entscheidung.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></h2>
<p><span data-contrast="auto">Nicht jeder auf dieser Welt hat das von Grund gegebene Recht, seine eigene Meinung, seine Wahl kundzutun. Weil er oder sie in unserer Gesellschaft nicht die richtige Meinung, das richtige Geschlecht oder den richtigen Glauben besitzt, und es auch nicht selbstverständlich für alle ist, diesen <em>einfach</em> zu wählen. Das ist leider traurige Realität und wird an vielen Orten dieser Welt so erlebt. <strong>Freiheit hat viele Sehnsüchte, viele Gesichter.</strong></span><strong> </strong></p>
<p><span data-contrast="auto">&#8230; und manchmal schmeckt Freiheit insbesondere nach Missbrauch auch einfach und simpel nur nach Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Oder nach Schokolade.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> </span></p>
<p><strong>Wonach schmeckt Ihre Freiheit?</strong><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:278}"> Denken Sie darüber nach. Es lohnt sich so.<br />
</span></p>
<p>Ihre Nici Bühlmaier</p>
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		<title>Ein schwieriges Thema &#8211; Freiheit und Narzissmus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Nikolov-Bruckner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 16:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[68er Bewegung]]></category>
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		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein schwieriges Thema &#8211; Freiheit und Narzissmus oder weniger wertend ausgedrückt: Ein hochkomplexes Thema &#8211; Freiheit und Narzissmus Narzissmus ist zu einer Art „Modeerscheinung“ geworden. Einmal googeln und man findet dutzende mehr oder weniger selbsternannte ExpertInnen, die Ihnen verraten welche 3 – 16 Merkmale (je nach Lese- oder Zuhörzeit), die<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/ein-schwieriges-thema-freiheit-und-narzissmus"> Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein schwieriges Thema &#8211; Freiheit und Narzissmus oder weniger wertend ausgedrückt: Ein hochkomplexes Thema &#8211; Freiheit und Narzissmus</strong></p>
<p>Narzissmus ist zu einer Art <em>„Modeerscheinung“</em> geworden. Einmal googeln und man findet dutzende mehr oder weniger selbsternannte ExpertInnen, die Ihnen verraten welche 3 – 16 Merkmale (je nach Lese- oder Zuhörzeit), die Sie angeblich bemächtigen, jemanden mit ein paar „scharfen Beobachtungen“ ganz rasch zum Narzissten/zur Narzisstin abzustempeln. Dies erweist sich inzwischen offenbar auch als ein recht bequemer Trennungsgrund so auf <em>&#8222;…ich habe im Internet nachgeschaut und beobachte an dir die drei Merkmale, die dich todsicher als narzisstisch ausweisen. Tut mir leid, sorry, aber mit einer/einem Narzissten kann ich nicht mehr zusammenbleiben!“</em></p>
<p>Dr.in Internet bzw. Social Media hat&#8216; s wieder mal geschafft, eine punktgenaue Ferndiagnose zu stellen!</p>
<p>Aber jetzt &#8218;mal schlechter Scherz beiseite: Wie ist das nun mit dem Zusammenhang von Narzissmus und Freiheit? Beim Thema Freiheit müssen wir gar nicht erst zum Narzissmus vordringen, um uns zu fragen:</p>
<h2 style="text-align: center;">Was ist das überhaupt, die „menschliche Freiheit“?</h2>
<p>Mit dem Versuch der Beantwortung dieser Frage sind von vielen klugen Köpfen schon ganze Bibliotheken gefüllt worden. Freiheit, dieser vielstrapazierte Begriff, der so vielfach ge- aber ebenso oft auch missbraucht wird. Gibt es so etwas wie menschliche Freiheit, den sogenannten freien Willen, die Möglichkeit, mich als menschliches Individuum für oder gegen etwas (jemanden) zu entscheiden!?</p>
<p>Das Thema wird von der Philosophie, den Religionen, der Soziologie über Politologie und schließlich auch über die Psychologie seit Jahrhunderten auf- und abgehandelt! Es gibt große Namen, die davon ausgingen, dass der Mensch eigentlich keine Freiheit, sich für oder gegen etwas zu entscheiden hätte. Sie sahen die Menschheit aus einer „deterministischen“ Perspektive; ob nun (um nur typische Beispiele zu nennen) Spinoza, Marx oder Freud. Und jeder hatte ein anderes Erklärungsmuster parat, warum der Mensch in seinem Handeln determiniert (also „vorbestimmt“) sei.</p>
<p>Freud hatte insofern ein deterministisches Menschenbild, als er aus seinem großbürgerlichen Denk- und Erklärungshintergrund heraus davon ausging, dass der Mensch durch seine in der Kindheit erworbenen Neurosen in eine bestimmte Richtung seines Lebens gedrängt würde. Sein 3-Schichten-Modell postuliert, dass man (in Einzelfällen auch „frau“ ) nur durch die Bearbeitung seiner eigenen Neurosen (in der Psychoanalyse) zu seiner individuellen menschlichen Freiheit gelangen könne.</p>
<h2 style="text-align: center;">Wo „Es“ war soll „Ich“ werden heißt das Postulat kurz zusammengefasst</h2>
<p>Also wo bisher „niedrige“ unbewußte Inhalte (Triebe) unser Handeln bestimmten, muss das Ich (frei entscheidendes Individuum) die Oberhand gewinnen. Soweit ein wenig Freud in Kurzform, wichtig dabei: <strong>Der Mensch ist determiniert durch seine Kindheit, seine Eltern</strong> (meist ist bequemerweise die Mutter an allem Unglück schuld – obwohl die Frauen zu Freuds Zeiten weder individuelle Rechte noch Freiheiten hatten).</p>
<h2 style="text-align: center;">Also: Freiheit – freier Wille, freies Handeln gibt´s erst nach durchgeführter Psychoanalyse &#8211; ein Luxus, den sich bis heute nur eine eher schmale Gesellschaftsschicht leisten kann</h2>
<p>Bei Marx ist das auch nicht wirklich einfacher (vor allem wenn man sich durch sein Originalwerk <strong>„Das Kapital“</strong> durchkämpfen muss). Aber bei ihm ist kein Platz für Seelenpein durch neurotisierende Kindheit aufgrund irgendwelcher psychisch gestörter Mütter! Er geht es praktischer an und hat damit in vieler Hinsicht eine These geschaffen, die unsere Zeit immer noch prägt: <strong>Menschliche Freiheit, also freies Handeln ist immer zugleich eine Funktion der materiellen Verhältnisse.</strong> Diese Lektion haben wir inzwischen 150 Jahre nach Marx klar internalisiert. Und es zeigt sich auch, dass offenbar die BefürworterInnen und VorantreiberInnen des Turbo-Kapitalismus ihren Marx (zumindest seine Thesen) recht gut gekannt hatten und haben. Allerdings muss zu deren Ehrenrettung erwähnt werden, dass das Prinzip „Brot und Spiele“ (<em>panem et cercensis</em>) wohl auch schon vor den „alten Römern“ bekannt war.</p>
<p><strong>Wie sieht das mit der Freiheit heute aus und inwieweit hat das Thema Freiheit mit dem (wohl hauptsächlich gesellschaftlichen) Narzissmus zu tun?</strong></p>
<p>Sven Elmers schreibt in seinem Essay <em>„<strong>Der Narzissmus wird gesellschaftsfähig</strong>“</em></p>
<p><em>&#8222;Geht man mit Aristoteles und Hegel davon aus, dass wir uns im alltäglichen Handeln weniger an kognitiv erschlossenen Prinzipien orientieren, sondern uns in erster Linie von Einstellungen leiten lassen, die wir durch soziale Routinen internalisiert haben, liegt die Vermutung nahe, dass Märkte auch unsere Persönlichkeitsmuster in einem viel stärkeren Maße prägen: Sie beeinflussen, wie wir uns selbst und unsere  Mitmenschen wahrnehmen, was jeder von sich und anderen erwartet, wie wir uns selbst und unsere Mitbürger behandeln. Dieser Aufsatz wird zunächst dafür argumentieren, dass Märkte insbesondere narzisstische Einstellungen begünstigen (&#8230;)“  </em></p>
<p>Wow! Hier haben wir offenbar Spinoza, Marx und Freud neben Aristoteles und Hegel in einem Absatz versammelt! Elmers ist, wie viele andere Experten der Ansicht, dass unsere moderne digitalisierte und durchkommerzialisierte Welt dem Narzissmus Vorschub leistet.</p>
<p>Zumindest spricht dieser Essay die verschiedenen Formen und Möglichkeiten an, wie unsere moderne vom freien Markt („den Märkten“) geprägte Neoliberale Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung Einstellungen und Erwartungen (mit)prägt! Narzisstische Einstellungen werden dadurch begünstigt – da kann ich nicht widersprechen!</p>
<h2 style="text-align: center;"><em><strong>&#8222;Freiheit bedeutet Authentizität&#8220;</strong> </em></h2>
<p>&#8230;schreibt ein weiterer kluger Autor (Manfred Prisching) in seinem Aufsatz zu <em>„Freiheit und Unfreiheit in Gesellschaft und Staat“</em> zu dem Thema. Er wirft die Frage auf, inwieweit der westliche, europäische Mensch diese Freiheit und Authentizität erlangen und leben kann. Hier wird Authentizität so definiert, dass jemand mit sich selbst authentisch ist, wenn er/sie entsprechend den eigenen wesentlichen Grundwerten und Überzeugungen lebt und handelt. Der Begriff beschreibt einen ersehnten Zustand, der in Wahrheit für Menschen uneinholbar ist: Selbsterkenntnis, Eigenständigkeit &#8211; seinen eigenen Gedanken und Werten, Emotionen, Bedürfnissen und Überzeugungen entsprechend handeln.</p>
<h2 style="text-align: center;">Freiheit ist somit auch Voraussetzung, um seine Persönlichkeit zu entfalten und seine Authentizität zu entwickeln!</h2>
<p>Er schreibt dazu: „<em>Menschen fallen aus der Natürlichkeit der Welt heraus, sie können sich zu ihr, zu anderen Menschen und zu sich selbst reflektierend verhalten.  Sie können »entscheiden«. Das macht ihre Freiheit aus. Diese Freiheit des Denkens und Verhaltens wiederum macht Authentizität zu einem Problem. Denn nun kann sich der Mensch über sich selbst irren. Er kann andere über sich täuschen! (.</em>..)“</p>
<p>Ha! Und hier sind wir eindeutig wieder beim Titel dieses Artikels gelandet: <strong>Ein schwieriges Thema &#8211; Narzissmus und Freiheit!</strong> Haben wir die menschliche Freiheit des Handelns und des sich Verhaltens, wenn wir andere täuschen? Oder macht uns genau dieses „Tarnen und Täuschen“ eben genau im Gegenteil unfrei?!</p>
<p>Sind wir frei, wenn unser Leben immer stärker durch unsere vom Markt (den Märkten) geprägte Lebensart uns immer stärker determiniert, indem es ständig unsere Einstellungen manipuliert?</p>
<h2 style="text-align: center;">Freiheit im Sinne eines Freiseins von gesellschaftlichem Druck ist eher eine Erfindung des westlichen 20. Jahrhunderts</h2>
<p>Bewegungen in diese Richtung (sich Freizumachen von bürgerlichen Erwartungen und Lebenskonzepten) war in der 1968er Bewegung das Gebot der Stunde. Diese Freiheit gebar wieder neue Ungereimtheiten! Wehe man hatte seinen Marx, Habermas, Sartre u.a. nicht gründlich studiert und konnte darüber gelehrt mitdiskutieren!</p>
<p><strong>Jede neue Richtung hatte ihre neuen Zwänge</strong>, und die sogenannte <em>„sexuelle Revolution“</em> brachte vor allem für Frauen neue Unannehmlichkeiten. Man (also frau) hatte bei dieser Scheinfreiheit mitzumachen (vor allem, bei dem was sich Männer so alles wünschten) sonst galt man als verklemmt! Der Zwang zur <em>„sexuellen Freiheit“</em> war angesagt!</p>
<h2 style="text-align: center;">Bringt jede neue Mode, jede gesellschaftliche Bewegung mit dem Versprechen einer neuen Freiheit nicht auch wieder neue Unfreiheiten und Zwänge mit sich?</h2>
<p><strong>Wie sieht es denn heute mit unseren Freiheiten aus?</strong></p>
<p>Zugegeben es gibt viele zusätzliche Möglichkeiten, sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen, als in den letzten Jahrzehnten vor der digitalen Revolution. Das Internet mit seinen Möglichkeiten bietet unendlich viele Optionen, seine „Freiheit“ optimaler auszuleben. Aber hat uns das glücklicher, zufriedener, authentischer und freier gemacht?</p>
<p>In der Art und Weise wie heute das <em>„Geld regiert die Welt“</em> gelebt wird, entgleitet uns als Individuen die ersehnte Freiheit immer mehr. Wir leben im Hamsterrad der Selbstoptimierungs-Zwänge und werden ständig unaufgefordert damit konfrontiert nach „mehr“ zu streben (vor allem mehr an Konsumgütern).</p>
<h2 style="text-align: center;">Selbstdarstellung bis zur Absurdität wird schon in frühen Jugendjahren zum Gebot der Stunde</h2>
<p>Wer hat noch die Freiheit in diesem Wettlauf nicht mitzuspielen (vor allem bei den Jugendlichen – auf dem Weg zu ihrer Identitätsfindung)? Haben sie wirklich die freie Wahl, hier <strong>nicht</strong> mitzuspielen?</p>
<p>Können wir es uns leisten, beim Wettrennen um die besten Jobs, das beste Image (die meisten <em>Likes</em> u.a.) <strong>nicht</strong> mitzuspielen? Könne wir es uns leisten, nicht zumindest so zu tun, als wären wir etwas ganz Besonderes (<strong>Achtung: Narzissmusfalle!</strong>)</p>
<p>Können wir es uns überhaupt leisten, „frei“ zu sein, ohne das ständige Bedürfnis möglichst der ganzen Welt (meist ist es ohnehin nur die eigene Blase) mitzuteilen, was wir gerade machen, gemacht haben- demnächst machen werden!</p>
<h2 style="text-align: center;">Dauerpräsenz (zumindest digital) und permanente Selbstdarstellung werden teilweise zum zentralen Lebenszweck!</h2>
<p>Ist dies das neue Lebensmotto: Ich brauche meine täglichen Postings, die ich mit unheimlich vielen Followern teile – also bin ich!!! Weit entfernt von einem <em>„cogito ergo sum“</em>! Aus dem <em>&#8222;ich denke, also bin ich&#8220;</em> wurde ein <strong>„ich poste (tik-toke usw.) &#8211; also bin ich!“</strong> Das ist ein ziemlich pervertierter und wahrscheinlich auch gefährlicher Abklatsch dieser Maxime.</p>
<p>In einem sind sich fast alle ExpertInnen (TherapeutInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen u.v.a.) einig: <strong>Narzisstische Menschen sind nicht glücklich und schon gar nicht frei, sondern in ihrem eigenen Käfig aus Selbstüberschätzung, permanenter Selbstdarstellung und ständiger Gier nach Aufmerksamkeit und Bewundert Werden gefangen! </strong></p>
<p>Ausgeprägter Narzissmus ist gekennzeichnet durch extreme Ängste und Zwänge, die durch ein nach außen hin aufpoliertes Image aus einem künstlich aufgeblasenen Pseudo-Image überdeckt werden muss. Also alles andere als „Freiheit“! Zwänge und Ängste, die damit einhergehen, aber niemals gezeigt werden dürfen &#8211; sie sollen nicht an die Oberfläche kommen.</p>
<h2 style="text-align: center;">Freiheit sieht anders aus!</h2>
<p>Da fällt mir eine wichtige Zeile aus Konstantin Weckers Lied vom <em>„Willy“</em> ein: <em><strong>&#8230;Freiheit – Wecker – is koa Angst net habn – vor nix und neamand….!!!</strong> </em>(Für alle die des Urbayrischen nicht mächtig sind: Freiheit &#8211; das heißt keine Angst haben, vor nichts und niemandem…)</p>
<p>Keine Ängste, keine Bedürfnisse, keine „Anhaftungen“ auch hier haben wir (neben dem Buddha, der sich zu seinen Lebzeiten zur „Befreiung“ durchgerungen hatte) ein weiteres berühmtes Beispiel: <strong>Diogenes.</strong> Der sagenumwobene griechische Philosoph, der so bedürfnislos in seiner „Tonne“ gelebt hatte. Der Mythos erzählt von der Geschichte, als Alexander der Große ihn besucht hatte und ihn nach seinen Wünschen gefragt haben soll. Der Philosoph, der gerade dabei war, den Sonnenschein zu genießen meinte (angeblich):<em> </em></p>
<h2 style="text-align: center;"><em>„Geh mir ein wenig aus der Sonne.“</em></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Diogenes-und-Alexander-Geh-mir-aus-der-Sonne-Blog-von-Narz-mich-nicht.png" alt="" width="856" height="482" class="wp-image-17732 aligncenter" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Diogenes-und-Alexander-Geh-mir-aus-der-Sonne-Blog-von-Narz-mich-nicht.png 1920w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Diogenes-und-Alexander-Geh-mir-aus-der-Sonne-Blog-von-Narz-mich-nicht-300x169.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Diogenes-und-Alexander-Geh-mir-aus-der-Sonne-Blog-von-Narz-mich-nicht-768x432.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/07/Diogenes-und-Alexander-Geh-mir-aus-der-Sonne-Blog-von-Narz-mich-nicht-1536x864.png 1536w" sizes="(max-width: 856px) 100vw, 856px" /></p>
<p><strong>Wie frei &#8211; wie glücklich – wie bedürfnisarm! Und was für eine schwere narzisstische Kränkung</strong> für den großen Alexander! Seine Reaktion darauf ist uns nicht bekannt. Ob er so frei war, darüber zu lächeln&#8230; Konnte er mit dieser Lehre etwas anfangen?</p>
<p>Tja – Freiheit ist offenbar ausgesprochen relativ!<br />
Und was heißt Freiheit für Sie?</p>
<p>Herzliche Grüße aus Wien,<br />
Ihre <span style="color: #993366;"><strong><a href="https://narz-mich-nicht.de/ueber-uns/kooperationspartner/eva-nikolov-bruckner" target="_blank" style="color: #993366;" rel="noopener"><span style="color: #cc99ff;">Eva Nikolov-Bruckner</span></a></strong></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2019/12/Trenner-1024x23.jpg" alt="grüner Narz mich nicht Strich" width="750" height="17" class="alignnone size-large wp-image-1381" /></p>
<p>Ein kostenloses Beratungsgespräch mit Eva Nikolov-Bruckner können Sie <a href="https://narz-mich-nicht.de/buchungskalender-fuer-eine-kostenlose-erstberatung" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #cc99ff;">HIER</span></strong></a> buchen.</p>
<p>Weitere Blogbeiträge von ihr, die Sie interessieren können, sind u.a. folgende:</p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/wut-und-aggression" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #cc99ff;"><strong>Wut und Aggression</strong></span></a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/scham-und-schuld-in-beziehungen" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #cc99ff;">Scham und Schuld in Beziehungen</span></strong></a></p>
<p><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/gesellschaftlicher-echoismus" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #cc99ff;"><strong>Gesellschaftlicher Echoismus</strong></span></a></p>
<p>Eva Nikolov-Bruckner bietet bei Sorgerechtsstreit erforderlichen psychologischen Gutachten auch Gutachtenvorbereitung an. Hier kommen Sie <a href="https://narz-mich-nicht.de/gutachtenvorbereitung" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #cc99ff;"><strong>zum Link</strong></span></a>.</p>
<p>Zusammen mit Regina Schrott (Gründerin von Narz mich nicht®) schrieb Eva Nikolov-Bruckner das sehr unterhaltsame und aufschlussreiche Buch <a href="https://amzn.to/3LBBkeF" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #cc99ff;"><strong>&#8222;Narzissmus ist anstrengend&#8220;</strong></span></a>, das 2023 als erstes Buch im <a href="https://narz-mich-nicht.de/empathie-verlag" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #cc99ff;">EMPATHIE Verlag</span></strong></a> erschienen ist.</p>
<p>Von beiden Frauen gibt es auch eine <strong>interessante Kurzvideo Reihe über Narzissmus, die in Wien gedreht worden ist.</strong> Sie finden diese <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UCnF9Iv5ZFw&amp;t=4s" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #cc99ff;"><strong>HIER.</strong></span></a></p>
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		<title>Freiheit und Narzissmus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henning Glasmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jun 2024 15:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
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		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[toxische Beziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freiheit und Narzissmus ist möglich, aber eine Herausforderung &#8211; ein Blogbeitrag aus den Erfahrungen von Henning Glasmacher Kann Narzissmus ein Leben einschränken? Ich sage ganz klar: JA. Kann Narzissmus einen Menschen desozialisieren? Ich sage ganz klar: JA. Kann Narzissmus die Psyche eines Menschen so weit verändern, dass dieser keinen Zugang<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/freiheit-und-narzissmus"> Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;">Freiheit und Narzissmus ist möglich, aber eine Herausforderung &#8211; ein Blogbeitrag aus den Erfahrungen von Henning Glasmacher</h2>
<p>Kann Narzissmus ein Leben einschränken? Ich sage ganz klar: JA.<br />
Kann Narzissmus einen Menschen desozialisieren? Ich sage ganz klar: JA.<br />
Kann Narzissmus die Psyche eines Menschen so weit verändern, dass dieser keinen Zugang mehr zu sich selbst hat? Ich sage ganz klar: JA. Und damit sind wir schon mitten im Thema: Freiheit und Narzissmus.</p>
<p>Ich habe in meinem Leben sehr, sehr viele Menschen kennenlernen dürfen. Allein durch meine berufliche Laufbahn, gab es keinen anderen Weg. Ich mag es sehr, mit Menschen in Kontakt zu kommen &#8211; sei es beruflich oder auch privat. Einen Teil meines Lebens durfte ich mich mit Menschen beschäftigen, die suizidal waren. Drogenabhängig, Gewalttäter, Prostituierte, Zuhälter, Soziopathen und viele mehr. Aber Freiheit und Narzissmus war für mich fremd.</p>
<h2 style="text-align: center;">Immer stand für mich der Mensch im Vordergrund</h2>
<p>Selten habe ich einen Menschen verurteilt, für das was er getan hat. Gut oder schlecht, richtig oder falsch sind für mich keine dienlichen Bewertungen. Durch meine Offenheit und Neugierde bin ich natürlich auch mit Menschen in Kontakt gekommen, die mir nicht immer Wohl gesonnen waren. Einen Teil dieser Personen habe ich aus meinem Leben aussortiert. Dafür sind andere hereingekommen ♥</p>
<p>Auch wenn es mir am Anfang schwergefallen ist, habe ich im nachhinein festgestellt, dass manche dieser Menschen mich sehr eingeengt haben. Oder richtig gesagt: <strong>ICH habe mich einengen lassen.</strong> Denn es gehören immer zwei dazu. Ich, der sich hat einengen lassen, und derjenige, der mich eingeengt hat.</p>
<p>Diese Enge war für mich ein Raub an meiner Freiheit, denn ich durfte mich nicht so entwickeln, wie ich wollte. Eine Zeit lang meines Lebens, habe ich es nicht bemerkt. Glücklicherweise war ich dann irgendwann nicht mehr von Interesse und ich wurde fallengelassen. Was mir zur damaligen Zeit erheblich zugesetzt hat. Überspielt habe ich meine Betroffenheit mit Schuldzuweisungen, Abwertungen und Schlechtreden. Irgendwann später merkte ich, dass es immer noch an mir hängt, wie Kacke am Schuh, und ich wollte es loswerden.</p>
<h2 style="text-align: center;">Eine Therapie hat mir dabei geholfen und ich konnte ein paar weitere Themen verarbeiten, die damit in Zusammenhang standen &#8211; da war sie wieder die Freiheit!</h2>
<p>Wobei, ich muss dazu sagen, dass ich in einer sehr exponierten Situation war, mein Leben für mich so zu gestalten, wie ich es wollte. Seitens meines Elternhauses gab es keine Einschränkungen. Es wurde nie gesagt: „Das darfst Du nicht, wir wollen das nicht.“ Eine Erinnerung, ein gutes Gespräch mit Hinweisen bekam ich dennoch häufig, was mir manches mal sicherlich geholfen hat. Ich habe und durfte mich selbst entwickeln, meine beruflichen Entscheidungen treffen, mich von zu Hause lösen, und es sind bis heute alle Türe offen.</p>
<p>Mit dieser Freiheit bin ich in die Welt gezogen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit turbulentem Leben in WG`s, wilden Partys und einem Leben, das andere vielleicht als „Hans Dampf in allen Gassen“ bezeichnen würde. Von daher, kam die Einschränkung meiner Freiheit ein wenig anders zu Stande&#8230;</p>
<h2 style="text-align: center;">Nämlich nur durch mich selbst!!!</h2>
<p>Der Narzissmus hat dann später Einzug in mein Leben gehalten. Nachdem ich die WG`s und die wilden Partys hinter mir gelassen habe. Eher durch einen „Zufall“, den es sowieso nicht gibt. Ich kann unzählige Beweise dafür liefern, weshalb es <em>den Zufall</em> nicht gibt. Rückwirkend betrachtet, ergibt in meinem Leben <strong>alles einen Sinn.</strong> Natürlich könnte man sich die Frage stellen, was anders geworden wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte. Kann ich aber nicht, denn selbst, wenn ich darüber nachdenken würde, wüsste ich nicht ob das Ergebnis stimmt. Folglich kann ich mir die Zeit auch schenken und lieber über andere Dinge nachdenken.</p>
<p>Aber zurück zum Narzissmus&#8230; der dann in Form einer neuen Beziehung in mein Leben kam. Ein Mensch, der psychische und körperliche Gewalt erfahren hat. Persönlich hatte ich bis dahin keine Erfahrung mit direkter Gewalt. Mit einem Menschen eine Beziehung einzugehen, der komplett isoliert wurde, dessen Psyche komplett auf Links gedreht wurde und so ziemlich kaum einem anderen Menschen vertraut, ist eine wirklich große Herausforderung. Insbesondere war es das für mich, der sich völlig frei auf dem ganzen Planeten bewegt hat.</p>
<h2 style="text-align: center;">Für mich unverständlich, dass es für jemand anderen nicht einfach sein kann, unter Menschen zu gehen</h2>
<p>Mal eben kurz <em>„Hallo“</em> sagen, ein kurzer Smalltalk, hier ein Kölsch, da eine Cola und heiter weiter plaudern. Ihr wurde alles, was mit anderen Menschen zu tun hat, schlecht geredet. <em>„Die anderen sind schlimm, schau doch wie die sich benehmen. Je weniger Kontakt Du zu denen hast, desto besser für Dich. Ich bin doch für Dich da.“<br />
</em>Boah, da wird mir schlecht, wenn ich das schreibe.</p>
<p>Hätten andere Menschen mal Zeit für sie gehabt oder es musste ein Termin spontan abgesagt werden, holte sie sich die furchtbare Bestätigung, dass es zu Hause doch sowieso viel besser sei. Und so kam eins zum Anderen in ihrem Leben: Das Kind, welches natürlich ihre ganze Aufmerksamkeit brauchte. Der Vater, der sich bis heute nicht wirklich um die Bedürfnisse auch seines Kindes interessiert. Sie hat sich dann um den Sohn gekümmert, ist Vollzeit für die Familie arbeiten gegangen und hat auch noch ohne Unterstützung den Haushalt geführt. (Übrigens kam später in meiner Beziehung mit ihr heraus, dass der Vater seinen Sohn bis nachmittags im Kindergarten gelassen hat und dann immer so getan hat, als hätte er sich um ihn gekümmert.) Das alles und vieles mehr hat massive Auswirkungen auf meine Partnerin gehabt und war<em> ferner denn nur fern von Freiheit!</em></p>
<h2 style="text-align: center;">Wir sind damals zusammengekommen, als sie sich ihre Freiheit bereits angefangen hat, zurückzuholen&#8230;</h2>
<p>Eine eigene Wohnung, weit genug weg von dem narzisstisch geprägten Umfeld. Der erste Schritt zu der Person, die sie gewesen ist, als ich sie vor einigen Jahren das erste Mal kennengelernt hatte. Es war wie in einem Märchen, als ich sie besuchte, in der neuen Wohnung. Sie stand in der Türe und es war wie vor sehr vielen Jahren, als ich sie kennenlernte. Ich wusste damals nicht, was mich in der Zukunft erwartet. Da ich aber eh ein Freigeist war, hatte ich keine Sorge, dass es schlecht werden könnte. Wir haben uns viel Zeit gelassen, zueinander zu kommen. Sie hatte und hat ihren Sohn &#8211; ich mein freies Leben.</p>
<h2 style="text-align: center;">Es gab keine Familien-Frühlingsrolle <em>just for fun</em> zum Ausprobieren, wie sie es mal bezeichnete</h2>
<p><strong>Sondern, wenn dann nur eine Beziehung auf Augenhöhe! </strong></p>
<p>Ich kannte es aus meinem Leben so, dass ich beim Einkaufen etwas für meine Partnerin mitbringe. Sehr zur Überraschung dieser. Für mich ist es klar, wenn es mir gut geht, geht es meiner Partnerin selbstverständlich auch gut.</p>
<h2 style="text-align: center;">Ich teile meine Freiheit, meine Freunde, meine Familie, mein Leben!</h2>
<p>In narzisstisch geprägten Beziehungen ist und kann dies nicht der Fall sein. Denn diese Art von Beziehung basiert nicht auf echter Liebe, sondern dient lediglich einem Zweck. Es wird verglichen, bewertet, bessergestellt, aber niemals so, dass der andere besser dasteht als der narzisstisch akzentuierte Teil. Wie auch, denn dann würde ja ein Ausgleich stattfinden und den darf es im Narzissmus nicht geben! Sonst würde ja der narzisstische Partner dem anderen mehr Freiheit geben. Unvorstellbar.</p>
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<h2 style="text-align: center;">Freiheit muss im Narzissmus kontrolliert werden &#8211; weswegen Freiheit und Narzissmus sich ausschließen</h2>
<p>Die Beziehungen, die ich geführt habe, waren in Freiheit. Eben so, wie der andere Mensch leben wollte. Das Leben und diese Freiheit wollte ich meiner Partnerin auch geben und habe sie natürlich für mich anfangs auch eingefordert. Was dazu führte, dass es zu Unbehagen kam. Auf beiden Seiten. Es ist völlig logisch, dass das passiert, wenn man sich in den Menschen versetzt, der aus einer toxischen Beziehung kommt. <strong>Somit wusste ich, wenn ich mit meiner Partnerin mein Leben teilen will, muss ich einen Teil meiner Freiheit dafür hergeben.</strong> Wissend um das Ergebnis, welches später eintreten wird. Es gab oft Momente, an denen ich am liebsten <em>&#8222;Adieu, das war&#8216; s!&#8220;</em> gesagt hätte. Immer wieder wusste ich aber in diesen Momenten: Es gibt Freiheit auch für meine Partnerin, denn ich habe sie ja schließlich kennengelernt.</p>
<h2 style="text-align: center;">Ich weiß um das Gut der Freiheit und wie man diese leben kann</h2>
<p><strong>Damit war mir klar, ich stelle mich der Herausforderung und gehe auf eine Reise mit einem Menschen, dem ich mit voller Liebe all das Gute zeigen kann. Es wird dauern, auch das wusste ich, aber Zeit ist relativ und für mich war die Entscheidung getroffen.</strong></p>
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<p>Meine Partnerin hatte sich schon selbstständig auf den Weg gemacht, um sich mit viel theoretischem Wissen ihre frühere Freiheit zurückzuholen. Es ist ihre Art, Freiheit zu leben. Sie hat sich sehr viel mit ihrem früheren Leben auseinandergesetzt. Der Familie den Rücken gekehrt, ihren Sohn losgelassen, sich ganz bewusst einer Arbeit gewidmet, die bis heute unser Thema ist.</p>
<h2 style="text-align: center;">Über alle Kämpfe und Hürden und auch Auseinandersetzungen haben wir heute eine Freiheit <strong>ohne</strong> Narzissmus, die wir sehr schätzen und zu der wir bereits viele andere betroffene Menschen inspiriert haben</h2>
<p>Dazu gehören auch unzählige (neue) Freunde, die zu Besuch in unseren Garten kommen. Freunde, die in anderen Ländern leben und wir besuchen. (Diesen Sommer treffen wir Frende in Kambodscha und Thailand) Wir leben ein bewusstes Leben, durchaus auch mal mit Tiefen, aber mit so sehr viel mehr Höhen als früher.</p>
<p>Freiheit ist ein so kostbares Gut, welches jedem als alleiniges Recht zusteht, unabhängig von allem. Insbesondere von Menschen, die andere Menschen dazu missbrauchen, ihnen ihre volle Aufmerksamkeit geben zu müssen, dadurch allerdings ihnen deren Freiheit aktiv nehmen und zudem auch noch psychischen Schaden zuzufügen. Denn das Resultat von Isolation ist, der von außen herbeigeführte Rückzug, aus dem es nur schwer möglich ist, alleine wieder herauszukommen.</p>
<p>Was dabei hilft ist Liebe, Rücksichtnahme, Verständnis, Unterstützung und Vorleben. Es ist meiner Meinung nach die Pflicht von Menschen, die nicht in einer toxischen Beziehung sind, dafür zu sorgen, dass mehr von all diesen so wichtigen Werten vorgelebt werden. Isolation ist kein probantes Mittel für eine menschliche Gemeinschaft. Sie fördert unweigerlich Hass, Missgunst und Neid.</p>
<p>Ich kann heute sagen: Ich habe Recht behalten! Es ist möglich, ein Leben mit Liebe nach einer narzisstischen Beziehung leben zu können.</p>
<p>Was wir geschafft haben, schaffen auch andere. Denn, wenn es nicht möglich wäre, hätten wir es auch nicht geschafft. Hier reichen wir auch Ihnen unsere Hände und zeigen Ihnen von Herzen gerne, wie FREIHEIT nach NARZISSMUS lebbar ist.</p>
<p>Buchen Sie sich gerne ein kostenloses Gespräch mit Regina Schrott, mir oder einem unserer <a href="https://narz-mich-nicht.de/koops-gesundheit" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #0000ff;">Kooperationspartner:innen</span></strong></a> in unserem <span style="color: #0000ff;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/buchungskalender-fuer-eine-kostenlose-erstberatung" target="_blank" style="color: #0000ff;" rel="noopener"><strong>Buchungskalender.</strong></a></span></p>
<p>Ihr <strong><span style="color: #0000ff;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/henning-glasmacher" target="_blank" style="color: #0000ff;" rel="noopener">Henning Glasmacher</a></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/freiheit-und-narzissmus">Freiheit und Narzissmus</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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