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	<title>Geschlechterkampf Archive - Narz mich nicht®</title>
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	<description>Narzissmus. Verstehen. Lösen.</description>
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		<title>Scham und Schuld in Beziehungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Nikolov-Bruckner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Feb 2024 14:01:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind von unserer jeweiligen Gesellschaft seit unserer Geburt auf ein „soziales Geschlecht“ gepolt. Auch wenn sich zurzeit hier gesellschaftlich viele Neuerungen in der Queer-community anbahnen und sich inzwischen ebenso in der Gesetzgebung Einiges verändert hat &#8211; das Thema Schuld und Scham in Beziehungen hält an. Wir laufen alle mit<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/scham-und-schuld-in-beziehungen"> Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/scham-und-schuld-in-beziehungen">Scham und Schuld in Beziehungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wir sind von unserer jeweiligen Gesellschaft seit unserer Geburt auf ein „soziales Geschlecht“ gepolt. Auch wenn sich zurzeit hier gesellschaftlich viele Neuerungen in der Queer-community anbahnen und sich inzwischen ebenso in der Gesetzgebung Einiges verändert hat &#8211; das Thema Schuld und Scham in Beziehungen hält an.</h2>
<p>Wir laufen alle mit sehr stark wirkenden geschlechtsspezifischen „Prägungen“ herum, die uns zu vielen unbewussten Handlungen treiben. Wir haben tief in unserem Bewusstsein viele sogenannte „Glaubenssätze“, die nach wie vor unser Verhalten im Alltag steuern. Selbst wenn wir mit unserem Kopf zu Vielem inzwischen NEIN sagen würden. Sigmund Freud hatte mit seiner Theorie der Persönlichkeitsschichten wohl vielfach recht, wenn er behauptete, dass die uns innewohnenden Persönlichkeitsanteile unser Leben auf unbewusster Ebene stark steuern.</p>
<p>Natürlich braucht jede Gesellschaft ihre Normen und Regeln. Das hatte uns über die Jahrtausende hinweg das Überleben in Gruppen ermöglicht. Wer sich nicht an die gesellschaftlichen Regeln hielt, wurde sanktioniert.  Das ging von kleineren Strafen wie Ermahnungen, Beschimpfungen über körperlich Strafen bis zum Ausschluss aus der Gemeinschaft. Dies kam dann in vielen Fällen ohnehin einem Todesurteil gleich!</p>
<p>Wissenschaftliche Ansätze zum Thema Scham und Schuld sehen diese Phänomene stark im Zusammenhang mit einem Konzept der Selbstkonstruktion und des sozialen Rollenkonzepts (u.a. auch im Zusammenhang mit einer Geschlechterrolle). In diesem Kontext wird das Ausmaß von individuellen Gefühlen von Scham und Schuld stark mit dem Erleben von Einschränkungen in prägenden Phasen in Zusammenhang mit einer zu entwickelnden Geschlechtsidentität gestellt.</p>
<h2 style="text-align: center;">Je stärker jemand in seiner/ihrer Geschlechterrolle auf bestimmte Denk-, Handlungs- und Gefühlsmuster beschränkt wird, desto stärker bilden diese später einen wesentlichen Teil der Persönlichkeit</h2>
<p>Unsere Persönlichkeit ist immer noch zu einem erheblichen Teil durch geschlechtsspezifische, meist unbewusste Rollenvorstellungen &#8211; von innen und außen &#8211; geprägt.</p>
<p><strong>So begegnet uns Schuld und Scham auch immer wieder in Form einer Angst vor Strafe und Sanktionen.</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/Schuld-und-Scham-ist-immer-noch-Geschlechter-abhaengig.png" alt="" width="670" height="520" class="wp-image-16380 aligncenter" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/Schuld-und-Scham-ist-immer-noch-Geschlechter-abhaengig.png 1716w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/Schuld-und-Scham-ist-immer-noch-Geschlechter-abhaengig-300x233.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/Schuld-und-Scham-ist-immer-noch-Geschlechter-abhaengig-768x596.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/Schuld-und-Scham-ist-immer-noch-Geschlechter-abhaengig-1536x1192.png 1536w" sizes="(max-width: 670px) 100vw, 670px" /></p>
<p>Eine bestimmte Form von gesellschaftlicher Strafe war seinerzeit auch des Öffentlichmachen von „Verfehlungen“, etwas, das heute gerne in den Medien als „public shaming“ bezeichnet wird.</p>
<h2 style="text-align: center;">Was wir in früheren Jahrhunderten in Form eines „Anprangerns“ – eine frühe „nicht-digitale“ Form des public-shaming &#8211; kannten &#8211; wird jetzt im Netz mit weitaus größerer Reichweite praktiziert</h2>
<p>Der mittelalterliche Pranger galt zwar als eine vergleichsweise „leichte Strafe, die mit öffentlicher Diffamierung einherging. Die wirklich schweren Strafen reichten von vielfältigen Formen der Folter bis zur Todesstrafe, die z.B. in Deutschland und Österreich im „dritten Reich“ wieder eingeführt wurde.</p>
<p>Bei der Strafe am Pranger wurden die Opfer (Delinquentinnen) an einem sehr belebten öffentlichen Platz angebunden (meist mit metallener Kopf-Halsschlinge). Dort waren sie der Verspottung, Beschimpfung und selbst körperlichen Übergriffen durch die Bevölkerung ausgesetzt (Bespucken war wohl noch die freundlichste Art, den eigenen Abscheu zu zeigen). Soweit- so furchtbar, unmenschlich und grausam, aus unserer heutigen Sicht! Am Prinzip von gesellschaftlicher Rache in unterschiedlichen Formen bei scheinbar kleinen „Vergehen“ aus Sicht der gerade geltenden gesellschaftlichen Regeln/Normen/Gesetzen hat sich wenig geändert.</p>
<p><strong>Es gibt heute nicht mehr den sehr groben Pranger am Hauptplatz der Städte und Dörfer! Aber es gibt nach wie vor den psychisch-gesellschaftlichen Pranger in unserer Gesellschaft!</strong></p>
<p>Im Sinne (scheinbar) überkommener gesellschaftlicher Normen herrscht auch <strong><em>das ungeschriebene Gesetz, dass eine Frau für das Funktionieren einer Zweierbeziehung die Verantwortung tragen müsste</em></strong>. Und das sitzt noch sehr tief in den Köpfen – ob männlich, weiblich – und auch queer (wobei es hier schon etwas komplexer wird).</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Schuld und Scham in Beziehungen und warum überhaupt schämen, wenn man möglicherweise „Opfer“ ist?</strong></h2>
<p>Vor einigen Jahrzehnten, als im Rahmen der 70er Jahre und der damit verbundenen gesellschaftlichen Neuerungen sich auch Familiengesetze erstmals zugunsten der (Ehe)Frauen änderten, wurde zugleich auch mit vielen bisherigen Tabus gebrochen. Das Thema Gewalt in der Ehe (in der Beziehung) wurde erstmals heftig öffentlich diskutiert. In größeren Städten entstanden erste Frauenhäuser als Zufluchtsorte aus Gewaltbeziehungen. In dieser Zeit lebte und arbeitete ich in einer kleinen und konservativen Stadt, wo aber auch (zumindest ausgehend von der dortigen Universität) der Ruf nach einer derartigen Einrichtung laut wurde. Die offizielle Reaktion der Politik: <em>&#8222;So etwas brauchen wir hier nicht – es gibt keinen Bedarf!!!&#8220;</em></p>
<p>Die Frauen, die Opfer von „häuslicher Gewalt waren“ (eine seltsame Bezeichnung, als ob das Haus jemanden blau geschlagen hätte) waren selten um Ausreden verlegen: „Ich bin gestürzt, ich habe mich am Türpfosten angeschlagen!“ Selbst Prellungen, bis hin zu Brüchen wurden mit allen möglichen Ursachenzuschreibungen vertuscht. Die „Schande“ für die Familie (für die Frau?) wäre zu groß gewesen. Schließlich musste man nach außen hin ja heile und glückliche Familie spielen!  Daher „kein Bedarf“.</p>
<h2 style="text-align: center;">Die wenigen Frauen, die es gewagt hatten, Misshandlungen anzuzeigen, begaben sich in die große Gefahr der öffentlichen Ächtung: Die Frau durfte ihren Ehemann doch nicht „anschwärzen“ – das schien das weitaus größere Verbrechen.</h2>
<p><strong>Weibliche Scham – ein antrainiertes Verhaltensmuster? Der Zwang gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Individuelle Lebenskonzepte wurden sanktioniert!</strong></p>
<p>Gesellschaftlicher Druck, in seiner brutalsten Form: Im hinduistischen Indien gab es bis hinein ins 20. Jahrhundert den Brauch der „Sati“, bei uns als Witwenverbrennung bekannt. Einmal abgesehen von der grundsätzlichen Grausamkeit dieses Rituals (wie wir es im Westen gerne empört „verteufeln“), hatte dieses Ritual nicht nur eine religiöse, sondern auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion in der strengen patriarchalen Hierarchie:</p>
<h2 style="text-align: center;">Eine Frau, die es „zulässt“, dass ihr Gatte stirbt (weil sie offenbar nicht gut genug für ihn gesorgt hatte), hat somit kein weiteres Existenzrecht</h2>
<p>Es ist besser, sie begleitet ihn ins Jenseits…. Das ist die Idee dahinter. Daher behaupten manche AutorInnen zu diesem Thema, es wäre für viele Frauen historisch gesehen wohl die für sie bessere Lösung gewesen, als unversorgt in Krankheit, Armut – verdammt zum Betteln, um zu überleben – den Rest ihrer Tage dahinzuvegetieren.</p>
<p>Einmal abgesehen davon, dass wir „Westler“ uns gerne der humanistischen Überlegenheit rühmen: In unseren Regionen sind ebenfalls viele tausende Menschen (ein Großteil davon Frauen) verurteilt von Kirche und Gesellschaft auf dem Scheiterhaufen umgekommen! <strong>Es liegt mir daher fern, im Glashaus sitzend mit Steinen zu werfen.</strong></p>
<p>Was aber war/ist die grundsätzliche Idee hinter der Sati: Eine Frau, deren Ehemann stirbt, hat kein Recht zu überleben; sie ist (wenn auch unausgesprochen) schuld an seinem Tod. Sitzt das nicht, wenngleich in etwas abgemilderter Form noch immer in manchen Köpfen fest?</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Rolle von Schuld und Scham im narzisstischen Beziehungsgeflecht </strong></h2>
<p>Dieses jahrtausendealte Muster in den Köpfen (im Westen, wie auch in anderen Kulturen) „verpflichtet“ Frauen, die Verantwortung für das Wohlergehen des Mannes zu übernehmen. (Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein Frau, die ihm den Rücken freihält!!) Geht der Mann weg, scheitert die Beziehung, so liegt es an ihr! Vielleicht hat sie ihn nicht richtig behandelt, nicht gut genug dafür gesorgt, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden!?</p>
<p>Will sie ihn verlassen, dann wird gedroht und erpresst und immer wieder das Schuld- und Scham-Muster bedient. Wobei hier auch oft das Prinzip des gesellschaftlichen Rufmords eingesetzt wird. Die oft extrem eloquenten und charmanten <em>Narzissten (und NarzisstInnen)</em> verstehen es hervorragend, sich selbst als Opfer zu inszenieren und den verlassenden Partner/die Partnerin als in vieler Hinsicht defizitär darzustellen. Ein Lieblingszitat in dem Zusammenhang: Meine Frau ist „psychisch krank“! Das kommt meist recht gut an. Das klingt nicht wirklich nach bösartiger und rachedurstiger Denunziation. Das soll aber auch heißen – ach, das arme Geschöpf. Sie braucht Hilfe und kann natürlich auch nicht allein für die Kinder sorgen!</p>
<p>Dieses noch immer tief verwurzelte Denken ist für ausgeprägte NarzisstInnen ein willkommenes Grundmuster, das ihnen erlaubt, all ihr eigenes Wohl und Wehe immer und ausschließlich an das Verhalten des Partners/der Partnerin zu knüpfen. Das Prinzip des „<em>Du bist schuld!“</em> kann hier ganz bequem bedient und immer wieder getriggert werden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/An-den-Pranger-stellen-Narz-mich-nicht.png" alt="" width="730" height="540" class="wp-image-16381 aligncenter" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/An-den-Pranger-stellen-Narz-mich-nicht.png 1800w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/An-den-Pranger-stellen-Narz-mich-nicht-300x222.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/An-den-Pranger-stellen-Narz-mich-nicht-768x568.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2024/02/An-den-Pranger-stellen-Narz-mich-nicht-1536x1137.png 1536w" sizes="(max-width: 730px) 100vw, 730px" /></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Scham und Schuld in der Opfer-Täter-Umkehr</strong></h2>
<p>Betrachtet man nun aus dem vorher Beschriebenen, das Thema Schuld und Scham, so wird auch klar, wie leicht es durch bestimmte gesellschaftliche Bewertungen zu einer Täter-Opfer Umkehr kommen kann! Um dies wieder drastisch zu zeigen, sei hier noch einmal ein Beispiel aus Indien aufgezeigt:</p>
<p>Vergewaltigungen waren und sind in Indien nach wie vor in hoher Zahl an der Tagesordnung. Aber vor über zehn Jahren hat ein äußerst übler und extrem brutaler Fall die Gesellschaft schwer erschüttert. Er hat aufgezeigt, wie sehr allgemeine gesellschaftliche Bewertungen, die Täter zu dieser grausamen Tat bewogen haben. Der „Fall Choti“, eine grausamst brutale Gruppenvergewaltigung eines jungen Mädchens in einem Autobus (mit Todesfolge) brachte Millionen Demonstrierende auf die Straße. Sie forderten härtere Sanktionen für derartige Verbrechen, die oft nichtmal angezeigt worden waren (ein weiteres Phänomen, der schwer in den Griff zu bekommenden Korruption). In einer Dokumentation zu dem Fall Choti wurden die Täter interviewt, die offenbar überhaupt kein Unrechtsbewusstsein zeigten. Sie gaben dem Mädchen die Schuld, weil es abends (nicht einmal allein, sondern mit einem Freund/Studienkollegen) unterwegs war. Sie behaupteten, an dem Mädchen kein Verbrechen begangen zu haben, da dieses durch sein „schamloses Verhalten“ (abendliches Ausgehen) selbst schuld sei.</p>
<p><strong>Die unglaublichste Opfer-Täter-Umkehr aber zeigte der Anwalt der Beschuldigten, indem er behauptete, er würde seine Tochter eigenhändig töten, wenn sie dieses „Verbrechen“ des abendlichen Ausgehens begehen würde! Dabei schilderte er, wie er sie ermorden würde; nämlich indem er sie mit Benzin übergösse und eigenhändig anzündete!</strong></p>
<h2 style="text-align: center;">So viel zur traditionellen, gesellschaftlichen Geschlechter-Rolle und deren Macht in der Beurteilung von Schuld!</h2>
<p>Eine geschichtemachende Aufdeckung der Täter-Opfer-Umkehr ist von Golda Meir (der früheren israelischen Ministerpräsidentin) überliefert, die in den 1970er Jahren regierte: Als das Parlament vorschlug, man solle aufgrund vermehrter Gewalttaten an Frauen in den Abendstunden ab 21h ein Ausgehverbot für Frauen erlassen, antwortete sie klar: <strong><em>„Warum für Frauen?“</em></strong> – und deckte damit das Prinzip der Täter-Opfer-Umkehr auf!</p>
<h2>Solange aus gesellschaftlichen Normen heraus (und diese halten sich jahrzehntelang, auch wenn die gesetzliche Lage sich verändert) das Prinzip der Opfer-Täter-Umkehr die Gesellschaftsnorm widerspiegelt wirkt sich das auf Scham und Schuld aus.</h2>
<p><strong>Fazit: </strong>In narzisstisch geprägten Co-Abhängigkeits-Beziehungen werden daher gesellschaftlich festgefahrene Scham-Schuld-Muster immer wieder bedient! Solange diese Muster bei den jeweiligen PartnerInnen getriggert werden, bleiben meist beide in dieser unglücklichen Co-Abhängigkeit verstrickt.</p>
<p><strong>Erst eine bewusste und gezielte Auseinandersetzung mit den eigenen Scham-Schuld-Mustern könnte aus dieser Zwickmühle herausführen.</strong></p>
<p>Ihre Mag. Eva Nikolov-Bruckner (Psychologin)</p>
<p><img decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2019/12/Trenner-1024x23.jpg" alt="grüner Narz mich nicht Strich" width="750" height="17" class="alignnone size-large wp-image-1381" /></p>
<p>Ein kostenloses Beratungsgespräch mit <strong><span style="color: #ff6600;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/ueber-uns/kooperationspartner/eva-nikolov-bruckner" target="_blank" style="color: #ff6600;" rel="noopener">Frau Nikolov-Bruckner</a></span></strong> können Sie über diesen <span style="color: #ff6600;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/buchungskalender-fuer-eine-kostenlose-erstberatung" target="_blank" style="color: #ff6600;" rel="noopener"><strong>Link</strong></a> </span>buchen.</p>
<p>Unser Fragenkatalog wird in Österreicher automatisch an Frau Nikolov-Bruckner weitergeleitet. Hier finden den <strong><span style="color: #ff6600;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/fragenkatalog-oesterreich" target="_blank" style="color: #ff6600;" rel="noopener">&#8222;österreichischen Fragenkatalog&#8220;.</a></span></strong></p>
<p>Zusammen mit <strong><span style="color: #ff6600;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/regina-schrott" target="_blank" style="color: #ff6600;" rel="noopener">Regina Schrott</a></span></strong> (Gründerin von Narz mich nicht®) schrien Eva Nikolov-Bruckner &#8222;Narzissmus ist anstrengend&#8220;, das in unserem <strong><span style="color: #ff6600;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/empathie-verlag" target="_blank" style="color: #ff6600;" rel="noopener">EMPATHIE Verlag</a></span></strong> erschienen ist.</p>
<p>Das Buch der beiden Expertinnen zum Thema Narzissmus und psychische Gewalt können Sie direkt über diesen Link bestellen: <a href="https://amzn.to/49LVSe6" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff6600;">&#8222;Narzissmus ist anstrengend&#8220;</span></strong></a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2023/12/Narzissmus-ist-anstregend.jpg" alt="" width="348" height="522" class="alignnone size-full wp-image-15766" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2023/12/Narzissmus-ist-anstregend.jpg 348w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2023/12/Narzissmus-ist-anstregend-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 348px) 100vw, 348px" /></p>
<p><img decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2019/12/Trenner-1024x23.jpg" alt="grüner Narz mich nicht Strich" width="750" height="17" class="alignnone size-large wp-image-1381" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wieso ich mich so lange Zeit missbrauchen habe lassen</title>
		<link>https://narz-mich-nicht.de/blog/wieso-ich-mich-so-lange-zeit-missbrauchen-liess</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Schrott]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2020 17:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Echoismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wurde während einer Gerichtsverhandlung mit der Frage konfrontiert: Wieso haben Sie sich denn so lange missbrauchen lassen? Das fühlte sich wie ein eiskalter Waschlappen mitten in mein Gesicht an. Innerlich fiel mir alles runter. Wie bitte?!? Ich hätte schreien können. Es hat lange gedauert bis ich in dieser Provokation<a class="moretag" href="https://narz-mich-nicht.de/blog/wieso-ich-mich-so-lange-zeit-missbrauchen-liess"> Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich wurde während einer Gerichtsverhandlung mit der Frage konfrontiert: Wieso haben Sie sich denn so lange missbrauchen lassen? Das fühlte sich wie ein eiskalter Waschlappen mitten in mein Gesicht an. Innerlich fiel mir alles runter. Wie bitte?!? Ich hätte schreien können.</p>
<h2 style="text-align: center;">Es hat lange gedauert bis ich in dieser Provokation <br />ein Geschenk gesehen habe</h2>
<p>Zuerst war ich fest auf dem Standpunkt: der Mensch, der mich missbraucht hat, ist schuld. Ich war das Opfer. Damit war ich gestraft genug und in Wahrheit fein raus. Täter. Opfer. Liebes Gericht, was gibt es da zu überlegen? Und worüber zum Henker soll ausgerechnet ICH nachdenken, ich Opfer? Das hätte ich gerne gehabt.</p>
<h2 style="text-align: center;">Opfersein ist nicht meine Lebensaufgabe</h2>
<p>Nicht einmal, wenn ich mich 15 Jahre lang opfere, bekomme ich Anerkennung und Applaus für diese Rolle. Ich hatte also den Schaden und nun auch noch die Auseinandersetzung damit. Einfacher wäre es, sich erst gar nicht missbrauchen zu lassen…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-1024x957.jpg" alt="" class="alignnone size-large wp-image-2353" width="750" height="701" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-1024x957.jpg 1024w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-300x280.jpg 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-768x718.jpg 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-1536x1436.jpg 1536w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-2048x1915.jpg 2048w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Guck-an-mir-runter-600x561.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>Mittlerweile nach etlichen Transformationen bin ich meinem Missbrauchsthema auf die Schliche gekommen. Dank der bescheuerten Frage im Gerichtssaal.</p>
<p>Ich habe mich missbrauchen lassen, weil ich mich ohne Missbrauch nicht gespürt hätte. Einer meiner zähesten Glaubenssätze meines Lebens war: Arbeite hart, nur dann wird es gut. Gekoppelt an einen anderen blöden Glaubenssatz: Auch Beziehung ist harte Arbeit.</p>
<p>Eine teuflische Kombination für so einen ehrgeizigen Menschen wie mich. Und ich wollte es immer schon wissen. Weit über meine Schmerzgrenzen hinaus.</p>
<p>Bereits als kleines Mädchen pfiff ich auf alle Grenzen, leider besonders auf meine eigenen und stolperte mit mehrfach gebrochener Nase über Minenfelder zwischenmenschlichen Miteinanders. Ich ließ nichts aus und bekam meine Tracht Prügeln postwendend.</p>
<h2 style="text-align: center;">Irgendwann gewöhnt man sich an den Scheiß</h2>
<p style="text-align: left;">Aber, wenn man sich schon beide Knie pausenlos aufschlägt, dann soll‘ s bitte schön auch jeder sehen.</p>
<p>Meine Röcke kokettierten mit meinen Wunden. Gleichzeitig legte ich eine Arroganz an den Tag, die behauptete: Ihr könnt mir alle gar nichts. Ich trotze sogar dem Tod! Bis eine Wahrsagerin erschrocken ihre Glaskugel fallen ließ und mich fragte, wie ich mit 22 Jahren bereits sieben Leben verspielt haben konnte. „Sie haben nur noch eins.“ Ich konterte, dass ich generell – wie jeder Mensch – nur eines habe und mit allen Wassern gewaschen sei.</p>
<p>Beim Erobern von Männern legte ich eine Schallplatte auf und schob den Rock ein bisschen höher, um die Knie zu zeigen. Ich legte den Kopf schief und lächelte verletzt: Schau‘ mal, wie missbraucht ich wurde. Bist du der wackere Ritter, der mir endlich die gewünschte Langeweile in mein Leben bringt?</p>
<p>Ich habe mich missbrauchen lassen, weil ich ein Stück weit glaubte, dass Männer und Frauen genauso miteinander funktionierten. Zumindest, wenn es spannend bleiben soll.</p>
<h2 style="text-align: center;">Ich habe mich missbrauchen lassen, weil ich <br />die Rolle schon als Kind gut draufhatte</h2>
<p>Es mangelte mir leider an starken Frauenvorbildern, die ohne Missbrauch glücklich waren. Ein Generationsproblem also auch noch bei mir. In Ermangelung eines geglückten Lebenskonzeptes habe ich mich missbrauchen lassen.</p>
<p>Ich habe mich missbrauchen lassen, weil ich in meinem Leid so sehr viel stärker war als einfach nur glücklich und geliebt zu werden, ohne Drama.</p>
<p>Ich habe mich missbrauchen lassen, weil mir meine blutigen Knie gefehlt hätten. Sie waren meine Normalität. Ich habe mich missbrauchen lassen, weil mich früher niemand um meiner selbst Willen geliebt hat. Ich dachte, je schlimmer und härter mein Leben ist, umso liebenswerter bin ich.</p>
<h2 style="text-align: center;">Damit wurde ich zum Magnet für Scheiße</h2>
<p>HEUTE bin ich eine liebende und geliebte Frau um meiner Selbst. Ich schlage mir keine Knie mehr blutig, denn ich weiß um meine gesunden Grenzen und achte sie. Ich brauche kein Drama mehr, um mich (gut) zu fühlen. Ich genüge völlig ohne den ganzen Scheiß.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-267.png" alt="" class="alignnone size-full wp-image-2356" width="836" height="573" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-267.png 836w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-267-300x206.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-267-768x526.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-267-600x411.png 600w" sizes="(max-width: 836px) 100vw, 836px" /></p>
<p>Die gewaltige Energie, die ich dadurch befreit habe, nütze ich viel lieber dazu, Glück und Freude für andere Menschen und mich zu vermehren.</p>
<p>Und Sie?</p>
<table style="width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 21.3095%;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-1024x1024.png" alt="" class="alignnone  wp-image-7408" width="209" height="209" srcset="https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-1024x1024.png 1024w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-300x300.png 300w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-150x150.png 150w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-768x768.png 768w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-600x600.png 600w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14-160x160.png 160w, https://narz-mich-nicht.de/wp-content/uploads/2021/10/Monatsthema-Fuer-Oktober-14.png 1080w" sizes="(max-width: 209px) 100vw, 209px" /></td>
<td style="width: 77.8571%;">Wenn Sie ein kostenloses Beratungsgespräch zum Thema Coabhängigkeit von Narzisst*innen, toxische Beziehungen und wie kommen Sie da raus mit <strong>Regina Schrott</strong> möchten, kontaktieren Sie Frau Schrott direkt über <span><a href="mailto:schrott@narz-mich-nicht.de"><strong><span style="background-color: #00ff00; color: #000080;">schrott@narz-mich-nicht.de</span></strong></a></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr />
<h3 style="text-align: left;"><strong>Andere Blogbeiträge von Regina Schrott zum Thema finden Sie hier:</strong></h3>
<p style="text-align: left;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/die-symtome-narzisstischen-missbrauchs"><strong><span style="background-color: #00ff00; color: #000080;">Die Symptome narzisstischen Missbrauchs</span></strong></a><br /><strong><span style="background-color: #00ff00; color: #000080;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/das-schicksal-der-echo" style="background-color: #00ff00; color: #000080;">Das Schicksal der Echo</a></span></strong><br /><strong><span style="background-color: #00ff00; color: #000080;"><a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/leben-sie-schon-oder-echoisten-sie-noch" style="background-color: #00ff00; color: #000080;">Leben Sie schon oder echoisten Sie noch?</a></span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Wenn Sie Ihr persönliches System und Ihre missbräuchlichen Lebensmuster erkennen und transformieren möchten, buchen Sie eine Systemische Aufstellung bei Frau Schrott &#8211; auch via Zoom möglich <a href="https://narz-mich-nicht.de/angebote/coaching-beratung/systemische-aufstellung"><strong><span style="background-color: #00ff00; color: #000080;">Systemische Aufstellung</span></strong></a></p>
<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://narz-mich-nicht.de/blog/wieso-ich-mich-so-lange-zeit-missbrauchen-liess">Wieso ich mich so lange Zeit missbrauchen habe lassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://narz-mich-nicht.de">Narz mich nicht®</a>.</p>
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			</item>
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